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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken: Lokalsport

So gut wie noch nie

Halbzeitbilanz: Die Oberliga-Frauen des SV 64 Zweibrücken sind zufrieden mit Rang drei nach 14 Saisonspielen

Von Andrea Daum

Daphne Huber (hinten) bildet mit der jungen, sehr talentierten Nina Schillo ein gutes Torhüterinnengespann bei den Frauen des SV 64 Zweibrücken.

Daphne Huber (hinten) bildet mit der jungen, sehr talentierten Nina Schillo ein gutes Torhüterinnengespann bei den Frauen des SV 64 Zweibrücken. ( Archivfoto: Steinmetz)

«Zweibrücken.» Das Final Four im Saar-Pokal erreicht, aktuell Oberligadritter, 2018 zu Hause ungeschlagen. „Bis jetzt verläuft die Saison sehr gut“, sagt Rüdiger Lydorf, der im dritten Jahr die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken trainiert. Eine so positive Bilanz nach 14 Partien hatten die Zweibrückerinnen in der Ära Lydorf noch nie.

„Wenn es so weitergeht, bin ich rundum zufrieden“, sagt Lydorf. Wissend, dass es intensiver Arbeit bedarf, um an die Erfolge der Hinrunde anzuknüpfen. Lydorf bekennt, „dass das die beste Mannschaft ist, die ich hier bislang trainieren durfte“.

Viel Qualität hat die Mannschaft durch die zu Saisonbeginn gekommene Rückraumspielerin Renatá Szabó gewonnen. „Und da ist noch Luft nach oben“, sieht Lydorf im Zusammenspiel noch Potenzial. Die sehr schnelle, ballsichere Spielerin hat im Rückraum neue Impulse gesetzt. „Vor allem wenn sie die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr auslotet, hier immer wieder Durchlässigkeiten findet“, sagt Lydorf über Szabós Eins-gegen-eins-Spiel. Sie entlastet Katharina Koch und Lucie Krein. Das tut beiden sichtlich gut.

Koch spielte eine sehr gute Hinrunde, war torgefährlich und in der Abwehr ein stabilisierender Faktor. „Viel besser geht es wohl nicht“, sagt Lydorf. Krein hatte nicht den besten Start in die Runde erwischt, steigerte sich aber enorm. Die Spielgestaltung läuft meistens über sie. Ein ganz großes Plus des SV ist in dieser Saison, dass die drei Rückraumspielerinnen relativ problemlos die Positionen tauschen können, was dem Gegner das Verteidigen erschwert. Mit Levke Worm, die in der Hinrunde aus privaten Gründen einige Wochen passen musste, ist zum Ende der Hinserie eine vierte wurfstarke Rückraumspielerin dazugekommen.

Nicht die einzigen Pluspunkte im SV-Team. Annalena Frank hat auf der linken Seite den Weggang von Carla Wiegand kompensiert und Kim Pfeifer, die im Wechsel mit Lara Schlicker die rechte Seite bearbeitet, passt athletisch gut zum SV-Spiel, das auf Tempo ausgelegt ist. „Wobei uns wichtig ist, daran zu arbeiten, dass schnell nicht hudelig bedeutet“, sagt Lydorf. Die Richtung stimme. „Überhastete Situationen, in denen wir Bälle verlieren, gute Möglichkeiten durch zu schnelle Abschlüsse auslassen, sind deutlich seltener geworden“, sagt der Coach. Mit Laura Witzgall und Ina Sohns hat er dann noch zwei unterschiedliche Kreisspielerinnen, die Variabilität ins Spiel bringen.

Daphne Huber bildet mit der jungen, sehr talentierten Nina Schillo ein gutes Torhüterinnengespann. Nervenstark hatte Schillo den Zweibrückerinnen den Sieg im Rückspiel gegen Marpingen festgehalten – Huber hatte mit einer guten Leistung im ersten Durchgang den Grundstein gelegt. Der Sieg gegen den Tabellenführer vor 300 Zuschauern – der höchste Wert bei den Frauen in den vergangenen drei Jahren – war ein Höhepunkt der bisherigen Saison. Das beste Spiel hatten die Zweibrückerinnen eine Woche zuvor gegen Bassenheim gezeigt, als sie im Angriff „auf dem höchsten Niveau agierten, das wir spielen können“, so Lydorf. Dazu kam in der ersten Halbzeit eine überragende Deckungsarbeit. Ähnlich gut spielte der SV bei der knappen Niederlage beim Zweiten Hunsrück.

Dass es noch etwas zu tun gibt, zeigen andere Partien. „Unser schlechtestes Spiel haben wir beim Aufsteiger Engers abgeliefert. Daran würde ich am liebsten nicht mehr denken“, sagt Lydorf. Vor allem, dass sich seine Mannschaft vom mit Abstand angriffsschwächsten Team der Liga 39 Gegentore einfing, ärgert den Trainer.

Die Saison bislang in Zahlen

Platz drei; elf Siege, drei Niederlagen; 22:6 Punkte, 415:375 Tore

Höchster Sieg: 33:20 beim HSV Püttlingen; höchste Niederlage: 30:39 beim TV Engers

Beste Torschützinnen: Lucie Krein (90/19); Katharina Koch (88/15), Renatá Szabó (74).

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