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Dienstag, 15. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken: Lokalsport

Neue Namen

Leichtathletik: Pfalz-Titel für Camyurdu und Götze

Von Klaus D. Kullmann

Drei Schwestern, zwei Fans und eine Pfalzmeisterin über 400 Meter: Ilayda, Dilara und Melinda Camyurdu (von links).

Drei Schwestern, zwei Fans und eine Pfalzmeisterin über 400 Meter: Ilayda, Dilara und Melinda Camyurdu (von links). ( Foto: Kunz)

«Ludwigshafen.» Natürlich haben die „Stabis“ des LAZ Zweibrücken über der Stabhochsprungmatte in Ludwigshafen richtig Hallen-Pfalzmeister-Titel abgeräumt, auch wenn Nico Fremgen bei den Männern „nullte“ und in der U14 der Sieg an den Bellheimer Noel Föllinger ging. Vor allem aber liefen zwei neue Athleten in den Vordergrund: Dilara Camyurdu (17) und Paula Götze (14). Ihre Trainer sind Karl-Heinz Werle und Klaus Klein.

LAZ-Urgestein Werle (75) erwartet, dass „Dilara, die neu bei mir ist, über 400 Meter gute Zeiten läuft“. Sie sei ein positiv gestimmtes Mädchen. Nicht starten konnte Werle-Schützling Jana Faltermann, die sich zuvor einen Kapselriss am Fuß zuzog.

Interessant war die Unterstützung, die Dilara von außen erfuhr. „Meine Schwestern sind immer dabei, unterstützen mich immer. Sie sind meine großen Fans“, sagte die 17-Jährige aus Homburg. „Und sie sind auch sehr talentierte Läuferinnen.“ Schön zu sehen, welche Begeisterung in der Deutsch-Türkin steckt, die in Deutschland geboren wurde und gleich bei ihrem ersten Start in der Pfalz ihren ersten Pfalztitel gewann. Ein zweiter Schützling Werles, Hannah Schmitz, gewann in der W15 den Titel über 300 Meter in 45,62 Sekunden.

Klaus Klein, dessen Sohn Lars die 800 Meter in der U18 in 2:07,02 Minuten gewann, beschrieb Paula Götze so: „Sie hat sich gut entwickelt. Ich sehe großes Potenzial auf der Mittelstrecke, achte aber bei ihr, wie bei allen anderen, darauf, dass sie zunächst mal breit aufgestellt sind.“ Paula Götze gewann den Hochsprung mit 1,51 Metern, die 800 Meter in 2:36,19 Minuten und wurde Zweite über die 60 m Hürden in 10,24 Sekunden. „Ich wollte meine Bestzeit von 2:30 Minuten unterbieten, das hat nicht ganz geklappt. Aber die 800 Meter machen mir am meisten Spaß“, sagte das 14 Jahre alte Talent aus Wallhalben, das in die achte Klasse des Hofenfels-Gymnasiums geht. Erst seit dem Winter 2017 macht sie Leichtathletik, nachdem Klein sie angesprochen hat. „Davor habe ich geturnt, das hat mir nicht so viel Spaß gemacht“, so Götze.

Von Ulrike Beyerlein betreut, glänzte Thorben Henkel in der M14 mit seinem 60-m-Sieg in 7, 64 Sekunden und Platz zwei im Weitsprung, mit 5,06 Metern weitengleich mit dem Sieger Bastian Daum aus Bad Dürkheim. Ganz stark Doppelsiegerin Milena Heintz in der U18. Sie siegte über 60 Meter in 7,98 Sekunden und im Weitsprung mit 5,15 Metern.

Nicht ganz zufrieden war Nico Fremgen aus Petersberg. Der 21-jährige Soldat im LAZ-Trikot „nullte“ im Stabhochsprung. Ziel waren 5,20 oder 5,30 Meter. „Ich habe mir vorgenommen, zu den deutschen Meisterschaften zu kommen.“ Dafür braucht Fremgen die 5,30 Meter. Er gab aber auch zu: „Ich konzentriere mich nur auf den Spaß. Von den lokalen Mitstreitern ist keiner da, das finde ich ein bisschen schade.“

In der Nachwuchsarbeit bauen Bernhard Brenner und Helmut Kruber als Trainer die Schar der Stabhochsprung-Talente zielgerichtet auf: Tristan Mayer und Philipp Franz in der U20, Leah Roser oder im Schülerbereich eben auch Julian Schunck, Jakob Legner, Mirza Terzic, Sofie Martin oder Leonie Bäsel, die Medaillen gewannen. Interessant dabei: Philipp Franzu siegte in der U18 mit 3,70 vor Tristan Mayer mit 3,60 Metern, am Tag zuvor lautete das Ergebnis noch: Erster Mayer mit 3,60 und Zweiter Franz mit 3,50 Metern.

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