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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken: Kultur Regional

Marusha und ein echter Jagger

Spektakuläre Stars und gute Tributebands kommen in die Zweibrücker Konzerthalle am Flugplatz

Von Thomas Füssler

Marusha war schon einmal in Zweibrücken: 2004.

Marusha war schon einmal in Zweibrücken: 2004. ( Foto: thof)

Kevin Alamba und seine Dynamix bitten zum Tanz.

Kevin Alamba und seine Dynamix bitten zum Tanz. ( Foto: thof)

Die Zweibrücker Konzerthalle am Flughafen geht in das dritte Jahr ihres Bestehens. Weiterhin setzt Thorsten Albrecht dort auf eine Mischung aus bewährten regionalen Künstlern und größeren Namen von außerhalb. Bis März kommen auch interessante Tributebands, die Musik von Police, U2 und Kiss spielen. Ein Überblick auf das Programm im ersten Quartal.

Nach der Schließung der Zweibrücker Discothek A 8 im Jahr 2017 gibt es eine für Zweibrücker Discofreunde schwer zu verschmerzende Lücke. Sie wird von der Eventhalle seit 2018 wenigstens an einigen Abenden geschlossen. Zur ersten Tanzparty des Jahres, am Samstag, 19. Januar, hat Thorsten Albrecht mit Marusha gleich eine deutsche Ravelegende eingeladen. Der größte Hit der 52-Jährigen war „Somewhere over the Rainbow“ 1994. Bis heute hat Marusha Millionen Tonträger verkauft. Ihre im Vorjahr veröffentlichte CD nennt sich „Rave Satellite“ und widmet sich dem in Deutschland eher unbekannten Breakbeat. Einlass ist ab 21 Uhr.

Gleich zwei Pirmasenser Rockgruppen kommen am 2. Februar erstmals in die Eventhalle. Tumbleweed bringt mit der Sängerin Karin Bieg eine bekannte Stimme nach Zweibrücken zurück. An deren Seite steht Michael Tangermann am Mikro. Klassischen Rock kann man hier erwarten, unter anderem von Toto, Journey und Skunk Anansie.

Ein Pfund mehr auf die rockmusikalische Schippe legt Nasty 5 auf. Seit 2011 ist die ursprünglich 1992 gegründete Band wieder aktiv. Auch hier singt mit Susanne Wallit eine Frau. Gespielt wird Hard- und Heavy Rock aus den 80er und 90er Jahren, wie von Him und Saxon, sowie aktuelle Musik, unter anderem von Airbourne. Los geht es um 20 Uhr.

Eine tolle Mischung gibt es am 8. Februar. Nach ihrem famosen Gig am vergangenen Stadtfestsonntag kommt Roxanne, eine der besten Police-Coverbands bundesweit, erneut nach Zweibrücken. Knackig, authentisch und voller Energie spielt das Saarbrücker Trio sich durch die Perlen des legendären Rockmusiktrios um Sting. Roxanne ist hier aber nur Anheizer für eine darauf folgende Bandpremiere.

Vier regional bekannte Musiker füllen mit der U2-Tributeband U2/2U eine Lücke hier, von der man eigentlich nicht weiß, weshalb sie so lange bestehen konnte. Sänger ist der Neunkircher Francesco Cottone, der schon als Gesangscoach für Die Toten Hosen, die Broilers und Powerwolf arbeitete. Uwe Jolly, Gitarrist, kennt man von seinen Auftritten mit Jollycaster beim Stadtfest. Eleven, Bassist, stand im Vorprogramm von Die Happy auf der Bühne. Martin Donner ist Schlagzeuger von Honey Creek. Das Konzert, das schnell ausverkauft sein könnte, beginnt um 20 Uhr.

Nur einen Tag später, am 9. Februar, gibt es eine afrokaribische Tanzparty mit Kevin Alamba & The Dynamix. Der Kenianer lebt seit vielen Jahren in Saarbrücken und ist bereits bei einer After-Work-Party im Zweibrücker Outlet aufgetreten. Alamba komponiert seine Titel selbst. Seine Band besteht aus deutschen, französischen und spanischen Musikern. Man darf sich ab 21 Uhr auf Afro, Salsa, Reggae, Merengue und Soul freuen.

Kuschelig geht es am 15. Februar, ab 20 Uhr, im kleinen bestuhlten Club zu. Zum zweiten Mal lädt das Zweibrücker Trio Two Young zur Romantic Rock Night ein. Im Zentrum des Abends stehen damit zwar Katrin Seibert, Thomas Schneider und Benjamin Marschall. Doch zu ihren Romantic Rock Nights laden sie sich immer viele Gäste ein, sodass es auf der Bühne zu einzigartigen Konstellationen und Premieren kommt. Wer nicht von Anfang an da ist, hat schnell etwas verpasst.

Am 23. Februar, ab 19 Uhr, findet das zweite Konzert unter dem Motto „The Gate to Hell“ statt. Da gibt es Death Metal, Doom und Sludge zu hören. Drei Bands stehen hier auf dem Programm. Die Gruppe Redgrin kommt aus Kaiserslautern. Sie bietet eine Mischung aus Death Metal und Hardcore. Entera, 1990 von Carsten Lutter in Zweibrücken gegründet, ist seit 2003 eine Nürnberger Rockband. Lutter zog dann aus beruflichen Gründen nach Franken um. Sechs EPs und CDs hat Entera in der fast 30-jährigen Bandgeschichte veröffentlicht. Zu hören gibt es hier Trashmetal. Zum guten Schluss tritt die Zweibrücker Band Rage of Samedi auf. Nahezu unbemerkt hat sich die Rockgruppe, die schwerfälligen Doom- und Sludgerock spielt, 2018 den Status des Zweibrücker Aufsteiger des Jahres erspielt. Nach dem Malta Doom Festival, schon 2017, wurde Rage of Samedi im Vorjahr auch zum Freak Valley Festival in Netphen Deutz eingeladen. Beides sind bedeutende Festivals des Genres, zu deren Gründervätern die legendäre Band Black Sabbath zählt.

Am 2. März, 20 Uhr, kommt Purple Haze zur Faschingsparty. Gefeiert wird sie mit der derzeit unbestritten besten Zweibrücker Heavyrock-Coverband. DJ Playlist spielt in den Bandpausen Musik aus der Konserve. Eine klassische Faschingsveranstaltung ist das übrigens nicht, „eher was für Faschingsmuffel“, warnt Olaf Ehrmantraut, Gitarrist von Purple Haze, schmunzelnd.

Beatbox, die Kunst, mit dem Mund Musik zu machen, beherrscht die 4xSample Beatboxcrew. Hinter diesem Namen verbergen sich der zweifache deutsche Beatboxmeister Mando und der Stimmenimitator und Vokalakrobat Chlorophil. Auf der Full Problemo Tour, die das Duo nach Zweibrücken führt, wird deren vokale Musik erstmals um Gitarre und Loopstation erweitert. Die Besucher können am 16. März, ab 20 Uhr, eine wahnwitzige Mischung aus fantasievollen Coverversionen und Comedy erwarten. Hörproben gibt es unter www.4xsample.de.

Am 20. März, um 20 Uhr, kommt die Vargas Blues Band, die einen Gast mit großem Rockmusiknamen mitbringt. John Byron Jagger ist ein Neffe Mick Jaggers. Mit dem haben die Madrilenen 2018 die Single„Don’t Let the Children Cry“ veröffentlicht. Während dieser Song wie Popmusik klingt, sind andere Lieder nahe bei Santana einzuordnen. Toll ist in diesem Zusammenhag „Chill Out Sacalo“. Es gibt aber auch klassischen Blues, während Jagger einige Titel vorstellen will, die auf seiner kommenden CD veröffentlicht werden.

Nur drei Tage später, also am 23. März, wieder ab 20 Uhr, wird es mit der Kiss Forever Band ein besonderes Spektakel in der Eventhalle geben. Seit 23 Jahren spielen die Budapester die Musik ihrer Vorbilder, samt Kostümen, nach. Die Musiker standen unter anderem schon mit Eric Singer, aktuell Schlagzeuger von Kiss, auf der Bühne. Der habe Kiss Forever als authentischste Tributeband bezeichnet, mit der er bisher spielte.

Zum ersten Comedy-Abend des Jahres kehrt am 26. März um 20 Uhr Michael Eller nach Zweibrücken zurück. Wieder steht seine Show unter dem Motto „Captain Comedy legt ab!“. Mehr als 50-mal ist Eller auf Schiffen der Aida-Flotte aufgetreten und wird allerhand davon berichten.

Zum dritten Mal kommen die Soul Providers, am 29. März, in die Halle am Flugplatz. Neu formiert um deren Gründer JT Lewis und den Bluesmusiker Michael Wack, sind die Soul Providers ab 20 Uhr ein Garant für ein tolles Konzert, Spaß und Alltagsentspannung. Im Rosengarten brachten sie 2018 mehrere hundert Besucher beim Fest der 1000 Lichter zum tanzen.

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