Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Samstag, 18. November 2017 Drucken

Zweibrücken Land

Kultur-Initiative des Saarpfalz-Kreises

Kirkel-Limbach: Heute Theaterprojekt in der Dorfhalle

Von Regina Wilhelm

Alois erhebt sich von seinem Bett und erzählt seinen Traum: So fängt das situative Theaterprojekt „Das Storchennest“ an, das heute Abend, 19 Uhr, in der Limbacher Dorfhalle aufgeführt wird. Das Projekt ist aus der Initiative „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“ der Kulturstiftung des Bundes erwachsen, die der Saarpfalz-Kreis und der Verein Saarpfalz-Kultur fördern.

Geprobt wurde in der Künstlerresidenz des Autors und Regisseurs Eugen Georg in der Limbacher Hauptstraße. Die Künstlerresidenz wurde initiiert von dem Zusammenschluss „Kultur plus im Saarpfalz-Kreis“, hinter dem der Verein Saarpfalz-Kultur steht. Im Sommer stellte der Verein die Idee vor und brachte das Theaterprojekt auf den Weg.

Eigentlich hätten sich bei Eugen Georg Leute aus Kirkel und Umgebung melden sollen, die Geschichten aus dem Leben zu erzählen haben: Daraus wollte er ein Stück schreiben. So richtig von Erfolg gekrönt war dieses Vorhaben nicht, räumt der Saarbrücker Regisseur und Filmemacher ein. Obwohl er unermüdlich im Einsatz war und Poster aufhängte, Flyer verteilte, handschriftliche Informationen an die Fenster seiner Künstlerresidenz heftete, in Kneipen die Werbetrommel rührte und auf Mundpropaganda setzte. „Schließlich kamen Märchen, Geschichten, die schon aufgeschrieben waren – obendrein Banales, was nichts hergab.“ Doch in der Spreu hätten sich auch einige gute, brauchbare Weizenhalme gefunden.

Szenen kristallisierten sich heraus, Handlungsstränge, die der Autor im September niederschrieb und zusammenfügte. Letztendlich bilden nun das Dorf selbst, Gruppen und Ereignisse den roten Faden. Umweltaktivisten, die ein Storchennest bauen wollen, treten ebenso auf wie Besucher des Jugendzentrums oder eine Frau, die von ihrem Schicksal erzählt. Ein Märchen, ein selbst geschriebenes Gedicht, Musik und Tanzeinlagen einer Gymnastikgruppe ergänzen das ungewöhnliche Theatermosaik.

Da Alois zunächst nur sich und seine Geschichte darstellen wollte, suchte Georg nach Schauspielern. Mit von der Partie sind nun Simone, Tatjana, Habib und Thomas. Kostüme wurden gekauft. Die Bühnenbilder und Kulissen fertigten die Akteure selbst.

Wichtig ist dem Regisseur, dass „in diesem partizipativen Theaterprojekt alle ein Mitspracherecht haben“. Jeder lerne etwas vom anderen und entdecke neue Sichtweisen.

Info

Das Stück „Das Storchennest“ von Eugen Georg wird heute, Samstag, 19 Uhr, in der Dorfhalle Kirkel-Limbach, Gartenstraße 30, aufgeführt. Der Eintritt ist frei. |giw

Zweibrücken-Ticker