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Freitag, 21. September 2018 - 15:15 Uhr Drucken

Zweibrücken-Ticker

Homburg: Johanneum gedenkt Missbrauchs durch katholische Patres

Das metallene „Gedenk-Sitzmöbel“ erinnert an die sexuellen Missbrauchsfälle seit den 1960er Jahren am Johanneum. Foto: Moschel

Das metallene „Gedenk-Sitzmöbel“ erinnert an die sexuellen Missbrauchsfälle seit den 1960er Jahren am Johanneum. Foto: Moschel

Ehemalige Schüler haben am Homburger Gymnasium Johanneum am Freitag ein Mahnmal aufgestellt. Mit dem beschrifteten „Gedenk-Sitzmöbel“ wird an den vielfachen sexuellen Missbrauch von Schülern seit den 1960er Jahren durch Ordensleute der katholischen Herz-Jesu-Missionare erinnert.

Acht Täter, zwölf bekannte Opfer



Der Orden aus Hiltrup bei Münster war bis zur Jahrtausendwende Träger der 1963 gegründeten Privatschule. Heute wird von acht Tätern ausgegangen, die als Lehrer, Gruppen- oder Internatsleiter Kinder missbraucht haben. Bis heute haben sich zwölf ehemalige Schüler offenbart; die Dunkelziffer ist deutlich höher. Ergänzt wird das „Sitzmöbel“, das die Ehemaligen selbst in Auftrag gegeben hatten, durch einige Stein-Findlinge vor dem früheren Internat.

Orden bittet um Vergebung



Die Steine sollen auf Initiative der heutigen Schul-Verantwortlichen von Schülern behauen und mit Texten versehen werden. Diese zusätzliche Stätte des Gedenkens wurde nach Auskunft des neuen Johanneums-Schulleiters Oliver Schales vom Hiltruper Orden bezahlt. In dessen Namen trat Pater Ludger Holtmann ans Mikrofon, um zu sagen: „In der Vergangenheit wurden im Internat der Herz-Jesu-Missionare Jungen wiederholt von Angehörigen des Ordens sexuell missbraucht. Die Opfer haben damals keinen ausreichenden Schutz erfahren. Der Orden der Herz-Jesu-Missionare bittet um Vergebung.“ |ghm

 

 

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