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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken: Kultur Regional

„Hollinger 2“, „Menschenbilder 2“

Jahresprogramm des Zweibrücker Stadtmuseum bietet Ausstellungsfortsetzungen – Start im April

Von Andrea Dittgen

Dieses Landschaftsgemälde von Hans Jacomo Hollinger wird in der Zweibrücker Ausstellung zu sehen sein.

Dieses Landschaftsgemälde von Hans Jacomo Hollinger wird in der Zweibrücker Ausstellung zu sehen sein. ( Foto: Hollinger)

Dieses titellose Gemälde von Axel aus Deutschland gehört zur Ausstellung „Ein halber Quadratmeter Freiheit – Bilder aus der Haft“.

Dieses titellose Gemälde von Axel aus Deutschland gehört zur Ausstellung „Ein halber Quadratmeter Freiheit – Bilder aus der Haft“. ( Foto: Art and Prison)

Bei Kinofilmen ist man es gewohnt: „Resident Evil 6“, „Star Wars 5“, bei Ausstellung (noch) nicht. Dabei bietet das Zweibrücker Stadtmuseum in diesem Jahr gleich zwei solche Ausstellungsfortsetzungen: „Hollinger 2“ und „Menschenbilder 2“.

„Es hat sich angeboten“, meint Museumsleiterin Charlotte Glück. Zu dem 1949 in Zweibrücken geborenen Maler Hans Jacomo Hollinger, der in der Schweiz lebt, gab es bereits vor zehn Jahren eine große Werkschau zum 60. Geburtstag. „Er hat uns angesprochen und gesagt, dass er gerne zum 70. wieder in seiner Heimatstadt ausstellen möchte“, erläutert Glück. Das letzte Mal sei seine halbe Schulklasse gekommen , es gab ein großes Treffen, das hat ihm gefallen. Glück erinnert daran, dass es im Stadtmuseum schon einmal Ausstellungen im Abstand von zehn Jahren mit demselben Zweibrücker Künstler gab: zu Maximilian Hutletts 70. und 80. Geburtstag. (Hutlett starb im Vorjahr mit 85). Ob Hollinger nur Landschaften zeigt wie 2009, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall braucht er neben den Kabinetträumen im Erdgeschoss auch den Herzogsaal, weil er auch viele großformatige Arbeiten mitbringt. Hollingers Gemälde erinnern oft an Landschaften von William Turner.

Bei „Menschenbilder“, der großen Porträtausstellung, die 2008 zu sehen war, liegt der Fall anders. Die meisten Arbeiten stammten damals aus der Sammlung des Zweibrückers Gerd Steuer, der seit 30 Jahren in Homburg eine Antiquitäten- und Münzsammlung betreibt. „Es war eine unser erfolgreichsten Ausstellungen überhaupt, von den Besucherzahlen her gesehen“, sagt Glück. Damals gab es sogar einen Katalog, weil in der Ausstellung auch Werke aus dem Bestand des Stadtmuseums zu sehen waren. Das wird bei der Fortsetzung nicht so ein. Bei „Menschenbilder 2“ handelt sich komplett um Stücke aus der Sammlung des Ehepaars Gerd und Karola Steuer. Ob es wieder einen Katalog gibt, ist noch unklar. „Gers Steuer gab mir eine CD mit etwa 250 Werken, die für die Ausstellung in Frage kommen“, so Glück. Sie wird zusammen mit Gerd Steuer eine Auswahl daraus treffen, wenn die Konzeption der Porträtausstellung steht. Werke aus dem 17. Jahrhundert bis heute werden gezeigt: Gemälde, Grafiken, Objekte, Plastiken, Münzen. „Die Vielseitigkeit der Sammlung Steuer steht im Mittelpunkt. Da sind auch Sachen wie die großen Siebdrucke von Marilyn Monroe dabei, die zurzeit noch in Speyer in der Monroe-Ausstellung hängen.“ Schwerpunkt der Sammlung ist Zweibrücken, aber die Steuers sammeln auch andere interessante Gebiete. Abgesehen davon sind Werke aus der Sammlung Steuer in vielen historischen Ausstellungen des Stadtmuseums bereits seit Jahrzehnten zu sehen. „Es ist für uns ein Glückfall, dass wir so hochkarätige Arbeiten zeigen können, ohne dass man sie aus zig Museen zusammensuchen muss“, freut sich Glück.

Die dritte Ausstellung ist eine Wanderausstellung, die der Berliner Verein Art and Prison jedes Mal neu zusammenstellt. „Ein halber Quadratmeter Freiheit – Bilder aus der Haft“ zeigt Gemälde und Grafiken von Gefängnisinsassen in aller Welt, nicht unbedingt ausgebildete Künstler. Motivisch geht es um das Eingesperrtsein, um projizierte Wünsche und Sehnsüchte, aber auch Karikaturen werden dabei sein.

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