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Sonntag, 10. Februar 2019 - 14:10 Uhr Drucken

Zweibrücken-Ticker

Handball: Aggressive Gästefans sorgen in Zweibrücken für Eklat

(Foto: Moschel)

Fußball-Fans aus Vallendar, die die Handballhalle mit dem Fußballplatz verwechselten und sich nicht im Griff hatten, sorgten am Samstag beim 22:19 (12:11)-Erfolg des SV 64 Zweibrücken über HV Vallendar für eine mehrminütige Spielunterbrechung.

Gästetrainer entschuldigt sich

Vallendars Trainer Wolfgang Reckenthäler entschuldigte sich nach der Oberliga-Partie. Es sei nicht normal, dass Fans so über die Stränge schlagen, sagte er mit Blick auf die Phase acht Minuten vor dem Abpfiff. Zweibrücken war im Angriff, stand bei angezeigtem Zeitspiel unter Druck, als Kian Schwarzer – der seinen Vertrag beim SV 64 verlängert hat – von Linksaußen ein Traumtor gelang. Von der Torauslinie drehte er den Ball an HV-Keeper Bastian Burgard vorbei, traf zum 20:15. Als der SV 64 dann zurück in der Abwehr war, bauten sich einige Vallendarer Fans aggressiv am Spielfeldrand und hinter der SV-Bank auf.

Schiedsrichter unterbrechen Partie

Die Schiedsrichter unterbrachen die Partie. Der personell stark vertretene SV-Ordnungsdienst und vernünftige Vallendarer Handball-Fans sorgten dafür, dass die Emotionen wieder runtergingen, ein starkes Oberliga-Spiel anständig zu Ende gespielt wurde. Das Spiel hatte schon mit Verspätung angefangen, weil die Gästefans – darunter die Fans des Fußballclubs SV Niederwerth – den Einlauf ihrer Mannschaft mit einem Konfettiregen zelebrierten. Es musste erst mal ordentlich Papier vom Spielfeld gefegt werden.

Angeführt von Benny Zellmer, der eine hervorragende Partie spielte, zeigten die Zweibrücker vor allem eine klasse Abwehrleistung. Beide Teams trotzten dem Trend, mit groß gewachsenen Spielern eine 6:0-Deckung zu spielen, stellte SV-Trainer Stefan Bullacher fest und freute sich: „Es war herzerfrischend mit zwei offensiven Abwehrreihen, die sich nichts geschenkt haben.“

Zweibrücken bewahrt Ruhe

Die Zweibrücker waren vom Anpfiff weg fokussiert. Sie bewahrten im „Hexenkessel“ die Ruhe. Nach zwölf Minuten traf Tim Schaller per Strafwurf zum 6:3. Der Vorsprung hielt bis zum 12:9 durch Philipp Hammann, der klasse an den Kreis aufgelöst hatte (27.). Danach ließ Zweibrücken einige Chancen liegen, die körperlich präsenten Vallendarer kamen zum 11:12-Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte legte das SV-Team in der Abwehr noch eine Schippe drauf. Ballgewinn, Gegenstoß Bayer: 13:11. Beim 17:12 durch Lukas Majbiks sehenswerten Freiwurf war der Vorsprung auf fünf Tore angewachsen. |add/sai

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