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Montag, 20. Mai 2019 Drucken

Zweibrücken

Grenzraum SaarLorLux: Drohnen sollen Schleuser aufspüren

Hat die Drohne angezeigt, dass die Plane oben zerschnitten ist, könnten Personen auf der Ladefläche sein.

Hat die Drohne angezeigt, dass die Plane oben zerschnitten ist, könnten Personen auf der Ladefläche sein. ( Foto: Polizei)

Die Bundespolizei setzt erstmals auch Drohnen ein, um im Grenzraum SaarLorLux Schleuser aufzuspüren. Sie will Menschen entdecken, die sich auf der Ladefläche von Lastwagen verstecken. Was Drohnen so alles verraten.

Am 16. Mai führte die Bundespolizeiinspektion Bexbach auf der A6 bei Großrosseln-Hanweiler und an der A8 im Bereich Merzig / Nennig eine weiträumige Fahndung im Grenzraum zu Frankreich und Luxemburg durch, wobei der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Schleusungskriminalität, insbesondere der Schleusung mit Lastkraftwagen lag. Hierbei setzte die Bundespolizei erstmals auch eine Drohne ein, um frühzeitig Ausweichbewegungen aufzuklären. Auch das Wegwerfen von Ausweisdokumenten vor der Kontrollstelle sollte frühzeitig erkannt und Lastkraftwagen auch rasch von oben kontrolliert werden können. In der Vergangenheit ereigneten sich im Saarland einige Schleusungen, bei denen sich Personen auf der Ladefläche von LKW begaben, um so unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Bei der Fallanalyse fiel auf, dass die Personen die Planen von oben aufschnitten, um so unerkannt auf die Ladefläche zu gelangen. Mit der Drohne konnte die Bundespolizei die LKW Planen rasch auf Beschädigungen prüfen.

Schleusungskriminalität bekämpfen

Die Bundespolizei setzt im Einzelfall unbemannte Luftfahrtsysteme zur Unterstützung der Einsatzkräfte im Bereich der eigenen Aufgabenwahrnehmung ein. Schwerpunkte der Verwendung sind Aufklärung und Dokumentation relevanter Vorfälle in den jeweiligen Einsatzlagen im Rahmen der gesetzlichen Befugnisse. Durch die Fahndungsmaßnahmen verfolgt die Bundespolizei das Ziel, die unerlaubte Einreise und Schleusungskriminalität auf der westmediterranen Migrationsroute zu bekämpfen. Das Hauptaugenmerk der Bundespolizei liegt daher in der Fahndung nach Migranten, die unerlaubt in das Bundesgebiet einreisen wollen oder sich dort bereits unerlaubt aufhalten. In diesem Zusammenhang registriert die Bundespolizei nicht nur die Identität der Migranten anhand von Ausweisdokumenten und Fingerabdrücken, sondern hellt auch mögliche Dunkelfelder auf. Insgesamt kontrollierten die Bundespolizisten rund 900 Personen. Hierbei nahmen sie drei Personen fest, die wegen Unfallflucht, Straßenverkehrsgefährdung und Diebstahl bereits verurteilt und mit Haftbefehl gesucht wurden. In drei Fällen untersagten die Beamten die Weiterfahrt, da die Autofahrer keinen Führerschein besaßen. |anie

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