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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken Land

Der Traum vom Hotel im Schwarzbachtal

Thaleischweiler-Fröschen: Verbandsbürgermeister Thomas Peifer sieht Bedarf für weitere Übernachtungsmöglichkeiten – Übermorgen Neujahrsempfang

Von Thomas Büffel

Die Grundschule Maßweiler – hier ein Foto von der Kinderklimaschutzkonferenz im September – bekommt eine neue Heizung, an die auch Kindergarten und Feuerwehr angeschlossen werden.

Die Grundschule Maßweiler – hier ein Foto von der Kinderklimaschutzkonferenz im September – bekommt eine neue Heizung, an die auch Kindergarten und Feuerwehr angeschlossen werden. ( Foto: Moschel)

„Vor allem die Schulen.“ Fragt man Verbandsbürgermeister Thomas Peifer, wie sich die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben bis zum Jahresende verändern wird, nennt er als Erstes die Grundschulen, dann den Mühlenradweg und die Feuerwehrhäuser. „Bei Kanal und Wasser wird viel passieren“, sagt er zudem.

Übers Investitionsprogramm des Landes soll Geld fließen für ein neues Dach und eine neue Fassade für die Grundschule Rieschweiler-Mühlbach. Die Grundschule Maßweiler bekommt eine neue Heizung, an die auch der Kindergarten und die Feuerwehr angeschlossen werden sollen. Geld aus dem Investitionsprogramm soll auch noch fließen für Restarbeiten an der Grundschule in Thaleischweiler-Fröschen, die zwei Jahre lang von Grund auf saniert wurde und wo die Kinder seit diesem Schuljahr wieder unterrichtet werden.

„Bei den Radwegen werden wir hoffentlich weiter sein“, sagt Bürgermeister Peifer als Zweites, wenn er vorausschaut, und er hat hier vor allem den Mühlenradweg im Blick, der Thaleischweiler und Wallhalben verbindet und der ausgebaut werden soll. Wie zuletzt am 9. Januar berichtet, gibt es hier noch Fragen mit dem Forst zu klären, aber Peifer hofft, dass im Frühjahr der Förderbescheid vorliegt. Er rechnet damit, dass es nicht möglich sein wird, dieses Jahr die kompletten acht Kilometer auszubauen. Möglicherweise werde man erst das Stück von Wallhalben bis zur Kneispermühle bauen und nächstes Jahr den Rest. Peifer möchte zudem die Lücke zwischen Winterbach und Oberauerbach schließen.

Bei den Feuerwehrhäusern nennt Peifer den Umbau der Atemschutzwerkstatt in Thaleischweiler-Fröschen und die Planungen für das neue Feuerwehrhaus zwischen Rieschweiler und Höhmühlbach. Die Doppelgemeinde hat derzeit noch zwei Löscheinheiten, die fusionieren sollen. Damit warte man aber, „bis das Haus steht“, sagt Peifer. Das neue Feuerwehrhaus in Schmitshausen werde im Frühjahr bezogen, schätzt er.

Bei den Werken nennt der Bürgermeister als Erstes die Ringleitung fürs Trinkwasser, die die komplette Verbandsgemeinde und die angeschlossenen Nachbardörfer verbinden soll. 2019 werde die Verbindung von Thaleischweiler-Fröschen nach Höhfröschen gebaut. Die Ringleitung sei auch ein Signal, dass der Wasserzweckverband und das Wasserwerk fusionieren könnten. „Das sollte langfristig das Ziel sein“, sagt Peifer. Bisher ist es so, dass die Dörfer der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben plus Maßweiler und Reifenberg zum Wasserzweckverband gehören, die übrigen Dörfer der früheren Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen zum Wasserwerk. Das ist ein Überbleibsel aus der Zeit vor der Verbandsgemeinde-Fusion.

„Die Werke sind ein Konjunkturmotor“, sagt Peifer und verweist auf die acht Millionen Euro, die alleine das Kanalwerk dieses Jahr investieren wolle. Was 2019 wohl noch nicht ansteht, ist die Sanierung samt Sperrung der meistbefahrenen Straße in der Verbandsgemeinde: der Biebermühler Straße vom Kreisel in Thaleischweiler Richtung Biebermühle – also zum Bahnhof Pirmasens Nord, zur Autobahn, nach Rodalben und nach Waldfischbach-Burgalben. Am Ortsende liegen zudem unter anderem eine Tankstelle, ein Frisör, ein Supermarkt und ein China-Restaurant. Diese Gewerbetreibende werde man zu einem Gespräch einladen, verspricht Peifer. Denn sie leben vom Durchgangsverkehr und von den Kunden aus Thaleischweiler-Fröschen, während jemand aus Rodalben oder Waldfischbach im eigenen Ort tankt oder einkauft. Aber ausgerechnet die Thaleischweilerer müssen einen Umweg über Petersberg oder Höheinöd fahren, wenn die Biebermühler Straße gesperrt wird – die einzige Straße ins Gewerbegebiet. Man werde in enger Abstimmung mit den Gewerbetreibenden vorgehen, kündigt Peifer an. Im Frühjahr würden weitere Gespräche geführt. Wann die Straße samt unterirdischer Leitungen saniert wird, ist noch offen. „Ich glaub’ nicht, dass wir’s 2019 hinkriegen“, sagt der Bürgermeister.

Im Tourismus möchte Peifer Veranstaltungen der Verbandsgemeinde besser bewerben. Die Internetseite fürs Pfälzer Mühlenland soll neu gestaltet und der Seite der Verbandsgemeinde angepasst werden, und es soll eine Neuauflage der Wanderbroschüre geben. An der Weihermühle soll noch ein Hotel mit 20 Betten entstehen, und Peifer könnte sich so etwas auch für den Hitscherhof zwischen Maßweiler und Höhmühlbach vorstellen: „Ich träum’ immer noch von einem Hotel im Schwarzbachtal.“ Dafür bräuchte man aber einen Investor, und der ist derzeit nicht in Sicht. Der Bedarf sei aber da: „Kneispermühle, Hannes, Weihermühle, Landgrafenmühle, die sind alle ausgebucht.“ Wichtig seien auch Restaurants: „Wer geht hier wandern, ohne dass er einkehren kann?“, fragt Peifer.

Mit Zweibrückens neuem OB Marold Wosnitza will Peifer diesen Monat sprechen. Unter anderem verbindet die Stadt und die Verbandsgemeinde das Stadt-Umland-Konzept, das das Schwarzbachtal touristisch aufwerten soll, beispielsweise mit einem Wohnmobilstellplatz in Thaleischweiler. Durch den Tod von Wosnitzas Vorgänger Kurt Pirmann seien die Gespräche ins Stocken geraten, räumt Peifer ein.

Die Verwaltung wird sich in Teilen ändern, wenn eine Analyse zum Stellenbedarf und zur Organisation vorliegt. Hierbei wird die Verwaltung mit ähnlich strukturierten Verwaltungen bundesweit verglichen, und es werden Vorschläge gemacht, was man verbessern kann, etwa Fachbereiche zusammenzulegen oder Sachbearbeiter anderen Fachbereichen zuzuordnen. 80 Seiten umfasse die Analyse der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement, die im Verbandsgemeinderat vorgestellt werde. „Es wird einen Wandel geben“, ist sich Peifer sicher, schon alleine weil Mitarbeiter in Ruhestand gehen.

Neue gute Mitarbeiter zu finden, sei indes nicht einfach: „Die Wirtschaft brummt, und wir sind eingebunden in den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst. In der freien Wirtschaft wird anders bezahlt als bei uns. Ich kann nicht einfach sagen, ,Das ist ein guter Mann, dem geb’ ich 1000 Euro mehr’“, bringt Peifer ein Beispiel. Stattdessen hänge das Gehalt von den personellen Voraussetzungen, dem Stellenplan und der Tätigkeit ab. Auf der anderen Seite sieht er aber auch Vorteile: So biete die Verwaltung eine 39-Stunden-Woche, flexible Arbeitszeiten, 30 Tage Urlaub, Zusatzversicherungen, Vorsorge und einen sicheren Arbeitsplatz. „Hier haben alle am Ersten vom Monat ihr Geld. Aber es wird auch viel verlangt. Aber wer seinen Karren zieht, der muss sich keine Sorgen mache“, sagt der Verbandsbürgermeister.

Info

Zum Neujahrsempfang lädt die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben für übermorgen, Samstag, 17 Uhr, ins Dorfgemeinschaftshaus, Hauptstraße 26, in Höhfröschen ein. Bürgermeister Thomas Peifer hält die Neujahrsrede, Musik macht die Bläsergruppe der Grundschule Rieschweiler-Mühlbach.

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