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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken: Lokalsport

Das Bruder-Duell als Wegweiser

Tischtennis: VT Zweibrücken gelingt überraschend deutlicher Derby-Sieg gegen die BTTF Zweibrücken

Von Benjamin Haag

Till Keller (links) von den BTTF Zweibrücken verlor die Partie gegen seinen Bruder Ulrich Keller (VT Zweibrücken).

Till Keller (links) von den BTTF Zweibrücken verlor die Partie gegen seinen Bruder Ulrich Keller (VT Zweibrücken). ( Foto: Laborenz)

«Zweibrücken.» Mit 9:1 gewann die VT Zweibrücken das Tischtennis-Bezirksliga-Derby gegen die BTTF Zweibrücken überraschend deutlich. Mit dem Sieg setzte sich die VTZ in der Spitzengruppe fest und hat nun sogar Chancen, noch einmal in das Aufstiegsrennen einzugreifen.

Der TV Rieschweiler gewann gegen den TTC Käshofen in der Bezirksklasse West mit 9:4 und dürfte sich somit frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigt haben.

Einseitig war das Zweibrücker Derby in der Turnhalle der Festhalle. Die VT Zweibrücken überrannte den Tabellendritten von den BTTF Zweibrücken förmlich. Sicherlich war es nicht so, dass die Bickenalbtaler in den Einzeln chancenlos gewesen sind, doch die VTZ-Akteure um Kapitän Sebastian Schwartz waren in den entscheidenden Situationen stets zur Stelle. Nach einem 2:1 nach den Doppeln gelang es den VTlern, gleich beide Spitzeneinzel zu gewinnen. Der zuletzt mit Rückenproblemen ausgefallene Paul Miller gewann gegen Alexander Spies mit 3:2-Sätzen, während Schwartz den BTTF-Akteur Sascha Als trotz engen Spielbeginns mit 3:0 besiegte.

Im mittleren Paarkreuz kam es zum Duell der Keller-Brüder Ulrich und Till. VTZ-Akteur Ulrich Keller hatte sich im bisher letzten Aufeinandertreffen trotz 2:1-Satzführung und eines 10:4-Vorsprungs im vierten Durchgang den Sieg noch nehmen lassen. Diesmal machte er es besser. „Er hat einfach gut getroffen“, lobte der Bickenalbtaler Keller seinen Bruder, dem er diesmal deutlich mit 0:3 unterlag. Das Keller-Duell gewann der VTZ-Spieler mit seinen harten Angriffsschlägen.

Auch im hinteren Paarkreuz fehlte den BTTF Zweibrücken nicht viel, um zu punkten. „Wir waren nahe dran, aber sie waren in den entscheidenden Phasen immer ein Quäntchen besser“, lobte Till Keller die Gegner. So gewann der mit Schulterbeschwerden spielende Michael Conzelmann gegen Thomas Gros, genauso wie Stefan Langer gegen Henrik Sostmann im Entscheidungssatz. Den Schlusspunkt der Partie setzte Schwartz gegen Spies mit einem 3:2-Erfolg.

Durch den Sieg tauschten die beiden Zweibrücker Vereine die Tabellenränge. Der neue Dritte von der VT Zweibrücken ist nun vier Zähler hinter der TTA KAsch Vinningen, die derzeit auf dem Relegationsrang liegt. Viele Punktverluste dürfte man sich nicht mehr leisten, will man noch in das Aufstiegsrennen eingreifen. Für die BTTF Zweibrücken gilt ähnliches. Der Rückstand auf Vinningen beträgt fünf Zähler. Wohl zu viel, denn der TTA KAsch ließ in der gesamten Hinrunde nur vier Punkte liegen. Beide Zweibrücker Teams können sich eher auf eine erneute Saison in der Bezirksliga einstellen.

Dann jedoch, wenn die neue Klasseneinteilung mit der Reduzierung auf zehn Teams und zwei neuen Ligen kommt, muss es das Ziel der beiden Teams sein, sich für die Zweite Pfalzliga West zu qualifizieren.

So gut war der TV Rieschweiler schon über Jahre nicht mehr platziert. Einen Rang in der ersten Tabellenhälfte nimmt der TVR nach dem 9:4-Erfolg gegen den TTC Käshofen in der Bezirksklasse West ein. Dabei auch Daniela Stauch, die früher hochklassig bei den Damen mitmischte. Stauch und Thorsten Rößler sorgten mit drei Siegen im Spitzenpaarkreuz für die Grundsteinlegung des sechsten Saisonerfolgs von Rieschweiler. Mit 2:1 führte der TVR nach den Doppeln, verpasste den dritten Erfolg in den Eingangsdoppeln nur knapp. Georg Denzler/Michael Müller unterlagen dem TTC-Spitzendoppel Gerd Müller/Michael Hettinger knapp mit 2:3-Sätzen.

Doch viel gelang Käshofen in der Folge nicht mehr. Materialspieler Bernd Grimm punktete als einziger TTC-Akteur doppelt. Außerdem holte Käshofens Michael Hettinger noch einen Zähler gegen Rößler. Zu wenig, um den TVR, der jahrelang immer zwischen Kreisliga und Bezirksklasse pendelte und immer wieder in Abstiegsnot war, zu gefährden.

Mit 13:9 Zählern wäre es schon verwegen, über Aufstiegsambitionen zu sprechen. Zu weit sind die Spitzenteams punktmäßig entfernt vom TV Rieschweiler. Doch die Sorgen um den Klassenverbleib sind so gering wie schon seit Jahren nicht mehr. Beim TTC Käshofen steht man mit 12:10 Punkten ebenfalls im gesicherten Mittelfeld.

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