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Samstag, 23. September 2017 Drucken

Zweibrücken Land

„An Umgehungsstraße festhalten“

Einöd: Ortsvorsteher bewertet Gegner des Straßenbauprojekts als laute, aber „verschwindende Minderheit“

Von Gerhard Müller

„Die Anwohner an den Ortsdurchfahrten in Einöd und Schwarzenacker kämpfen seit Jahrzehnten für eine Umgehungsstraße. Jetzt ist deren Bau beschlossen und vom Bund finanziert; die Planung läuft – da tauchen plötzlich Gegner des Projekts auf“, ereiferte sich Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD) am Donnerstagabend vor dem Einöder Ortsrat. Dieser bekräftigte einstimmig seine Forderung nach baldigem Bau der Umgehungsstraße B 423.

Der Beeder Bürgerinitiative, die gegen das Straßenvorhaben protestiert, hielt Karl Schuberth vor, sie wolle mit Schildern, Internetauftritten und Kundgebungen „den Eindruck erwecken, es handle sich bei diesen Leuten um die Mehrheit. Dabei sind sie eine verschwindend kleine Minderheit.“ Die, so Schuberth, „schweigende Mehrheit“ entlang der heutigen Ortsdurchfahrten „konnte in all den Jahrzehnten noch nicht mal davon träumen, dass sie auch mal einer nach ihrer Meinung fragt.“ Der Ortsvorsteher beklagte, es habe „nie einen interessiert, ob die Geschäfte entlang der Hauptstraße zumachen und die Leute wegziehen oder wegen der Abgase früher sterben“. Die Bedenken von „50 bis 100 Leuten, die Hunderte Meter von der Neubautrasse weg wohnen und durch die Straße nur geringfügig belastet werden“, stünden „in keinem Verhältnis zu den Beeinträchtigungen von Tausenden, die durch die Umgehung entlastet werden“.

Die Eingriffe in die Natur bedauere auch er, meinte Schuberth: „Aber es ist doch klar, dass dafür Ausgleichsmaßnahmen kommen werden. Aber neben dem Naturschutz ist der Schutz der Menschen doch auch etwas wert. Ich hoffe, dass das Verfahren ordentlich weitergeht und die Straße endlich bald kommt.“

Die Mitglieder des Ortsrats applaudierten Karl Schuberth für seine Aussage. „Auch die CDU-Fraktion steht eindeutig zur Umgehungsstraße“, erklärte Christdemokrat Jürgen Lutter.

Am Donnerstag beschloss der Einöder Ortsrat, den erneuerten Ruf nach der Umgehungsstraße an die Kreisverwaltung weiterzuleiten: Diese ist dabei, ihr Verkehrskonzept für den Saarpfalz-Kreis zu überarbeiten.

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