Speyer Zur Sache: Strom- und Gaspreise bleiben

Strom- und Gaskunden der Gemeindewerke Dudenhofen müssen 2019 nicht mehr zahlen. Der Ortsgemeinderat hat einstimmig die Laufzeit der aktuellen Tarife um ein Jahr verlängert und ist damit der Empfehlung des Werksausschusses gefolgt (wir berichteten). Im Jahresabschluss 2017 weist das Elektrizitätswerk laut Beigeordnetem Roni Zürker (CDU) einen Gewinn von 242.000 Euro aus. 80.000 Euro fließen in den Haushalt der Ortsgemeinde. Unter der Bilanz des Wasserwerks steht ein Plus von 58.000 Euro. Aus dem Gasvertrieb resultiert ein Überschuss von 34.600 Euro. Sorge bereitet Hartmut Lardon (FDP) die um 2,2 Prozent gesunkene Stromabgabe an externe Werke. 50.000 Euro an Wirtschaftsprüfungskosten fand Lardon zu hoch. Zürker verteidigte den Betrag: „Die Gebührensätze sind gesetzlich geregelt.“ Beleuchtung: Abgelehnt hat eine Ratsmehrheit einen Antrag der FDP, den Fuß- und Radweg zwischen Baugebiet „Am Hofgraben“ und Gewerbegebiet auszuleuchten (Kosten 15.000 Euro). Lardon begründete den Antrag so: „Auch wenn sich da keine Völkerwanderung ereignet, ist die Gemeinde in der Verkehrs- und Sicherungspflicht.“ Laura Fauß (CDU) entgegnete: „Die zwei, drei Fußgänger können im Zweifel auch andere Pfade nutzen.“ Reinhard Oelbermann (CDU) argumentierte: „Wir können nicht ganz Dudenhofen anstrahlen. Ich bin dafür, dass es am Tage hell, in der Nacht dunkel ist.“ Bürgerpark: Dass im Förderprogramm Stadtumbau „plötzlich“ der Bürgerpark mit einer Million Euro veranschlagt ist, sah Reinhard Burck (Grüne) kritisch: „Der Park ist politisch umstritten, die Million eine fiktive Zahl, die einzig dem Zweck dient, möglichst viel Fördergelder zu erschleichen.“ Er stellte den Antrag, Park und Million aus dem Vertrag zu streichen. Bei zwei Enthaltungen und einer Nein-Stimme verständigten sich die Fraktionen auf den Vorschlag von Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) und Parteikollege Oelbermann: Für einen Bürgerpark – sollte ihn der Rat irgendwann beschließen – 300.000 Euro und je 350.000 Euro für Verkehrs- und private Sanierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung ausweisen. Atzelhof: Vergeben wurde die Erschließung der Pferdehaltung Atzelhof. Die veranschlagten 230.000 Euro sollen über Einmalbeiträge der Nutzer finanziert werden. Lardons Frage: „Was kommt auf den Besitzer einer Parzelle zu?“ Eberhard nannte etwa zehn Euro pro Quadratmeter. Sportstättenförderung: Den Antrag der FDP, wie Römerberg ein Konzept zur finanziellen Unterstützung von Vereinen mit eigenen, zu unterhaltenden Sportanlagen vorzulegen, beantwortete Eberhard mit der Bemerkung: „In der Angelegenheit sind wir bereits Vorbild.“ Der Fußballverein erhalte von der Ortsgemeinde jährlich 9700 Euro, der Radfahrerverein 2000 Euro und der Tennisclub 1700 Euro. Tempo 30: Die FDP beantragte ein Umweltgutachten für die Iggelheimer, Landauer, Neustadter und Speyerer Straße, mit dem Ziel dort Tempo 30 einzurichten. Wilhelm Kannegießer (SDP) sagte: „Mit dem Bau der Südtangente wäre das erledigt.“
