Speyer Zu schön für den Suppentopf

Bestaunen einen Shamo-Hahn: (von links) Gerhard Kurzenhäuser, Besitzer Johannes Buchner, Leon und Casian.
Bestaunen einen Shamo-Hahn: (von links) Gerhard Kurzenhäuser, Besitzer Johannes Buchner, Leon und Casian.

Für Gerhard Kurzenhäuser, Kassier des Geflügelzuchtvereins Dudenhofen, war 2018 ein gutes Jahr. 800 Hühner und 380 Tauben züchteten er und seine Kollegen in der Vereinsanlage im Boligweg. Bei der Lokalschau am Wochenende in der Festhalle scharrte und krähte der schönste Hahn im Käfig von Johannes Buchner.

Gezählt hat Kurzenhäuser den Bestand bei der letzten Impfung. Mussten die Züchter die Tiere bislang vier Mal im Jahr gegen die Newcastle-Krankheit (Vogelgrippe) impfen, ist das jetzt alle sechs Wochen vorgeschrieben. Zur Bewertung des Jahrgangs haben elf Züchter 130 Hühner und Tauben für zwei Tage umgesiedelt. „Ausstellungsrekord“, sagt Vorsitzender Vitali Zimmerman beim Rundgang. Buchners Shamo schwarz bekam mit „V 97“ die höchstmögliche Punktzahl. Benotet werden unter anderem Federkleid, Augen- und Beinfarbe. Übrigens: Mit der Zeitumstellung haben die Tiere kein Problem. Kurzenhäuser: „Ob sie eine Stunde früher oder später gefüttert werden, macht ihnen nichts aus.“ Hitze und Schwüle dagegen schon. Da suchten auch die Tiere den Schatten. Mitte Dezember entnehmen die Züchter die Eier, lassen das Gelege sich 21 Tage im Brutkasten entwickeln und sortieren nach und nach: Suppentopf oder Zucht. Zur Zucht taugen die Rassehühner maximal drei Jahre. In der Kategorie große Hühner belegte Johannes Buchner mit seinen Shamo schwarz den ersten, mit Shamo weizenfarbig den zweiten Platz. Gewertet werden vier Hühner einer Zucht. Zelko Ivankovic bescherten blau-rebhuhnfarbige Brahma Rang drei. Er wurde wieder Europameister und Deutscher Meister. Den ersten Preis für Zwerghühner konnte Philipp Oswald mit nach Hause nehmen. Er zieht Zwergwyandotten gelb-schwarz auf. Bei ihrer zweiten Teilnahme bekam Roswitha Hauptmann Silber. Ihre Rassehühner sind federfüßige Zwerge, isabell-porzellanfarbig. Den Friedrich-Kurzenhäuser-Gedächtnispreis für die vier besten Jungtiere übergab Zimmermann an Johannes Buchner. Leon Buchner und seine Zwerg-Asyl-Rotbraun gewannen den Jugendpreis vor Cassian Zimmermann und den Tuzo schwarz. Richard Bierbrauer hieß der Sieger bei den Tauben. Bierbrauers Schlag fliegen Orientalische Roller in Gelb an, Altholländische Tümmler den des Zweitplatzierten Wolfgang Boehnke. Von der Schau erhoffen sich Kurzenhäuser und Zimmermann auch das ein und andere Neumitglied. Innerhalb weniger Jahre sank die Mitgliederzahl von über 100 auf 59.

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