Speyer Wundertüte Doppel-Vierer
«Speyer.» Bestleistungen abrufen wollen die Sportler der Rudergesellschaft Speyer (RGS) bei den Euro- Masters ab Donnerstag in München. Zehn Aktive gehen im Einer, Zweier, Vierer und Achter – teilweise in Renngemeinschaften – an den Start.
Sportlerin des Jahres, Elke Müsel, tritt sowohl im Einer, im Doppel mit Vereinskollegin Corinna Bachmann sowie im Mixed-Doppel-Vierer und im Doppel-Vierer in Renngemeinschaft an. „Ich würde mir wünschen, dass wir im Mannschaftsboot vorne dabei sind“, formuliert Müsel das Hauptziel. Der Doppel-Vierer, mit Sportlern anderer Vereine ergänzt, ist eine Wundertüte, meint sie. Gemeinsames Training geht hier ab. Im Einer läuft es bei Müsel nach eigener Einschätzung derzeit sehr gut. Wie sie bei den Euro-Masters abschneidet, weiß sie nicht. „Im vergangenen Jahr in Bled war es das erste Rennen. In München wird es das fünfte sein. Ich übernehme also keine Garantie, wie fit ich sein werde“, sagt sie. Zusätzlicher Druck: Die Zweitplatzierte des vergangenen Jahres sitzt ebenfalls im Boot. Harald Schwager nimmt im Mixed- Doppel-Vierer bei Müsel im Boot Platz und tritt im Doppel-Vierer der Herren sowie im Achter in Renngemeinschaft an. „Der Mixed ist wie im vergangenen Jahr das Hauptboot. Darin haben wir das ganze Jahr über trainiert und viele Kilometer hinter uns gebracht“, berichtet Schwager. Technisch laufe es gut. Der zweite Platz bei der Regatta in Offenbach sei knapp gewesen im Vergleich zum Sieger. Für den Achter habe es Trainingslager in Limburg – wo die Rennkollegen leben – und Speyer gegeben. Sicher fühlen sich die RGS-ler im Achter, meinte Schwager. Er weiß jedoch um die harte Konkurrenz aus Italien und Russland, die es zu beherrschen gilt. Die Technik der Speyerer helfe aber dabei, körperliche Defizite aufzuwiegen. Dem Mixed, dem Doppel-Vierer und dem Achter gehören auch Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Lutz Fiedler sowie Thomas Diesel an. „München ist eine der schönsten Strecken“, teilte Diesel mit: „Die Regatta ist die Motivation für das Training ab Oktober.“ Frank Durein fährt zum zweiten Mal zu einer Euro-Masters, verbunden mit einer Neuerung. Erstmals gibt es eine eigene Leichtgewichts-Einer-Wertung. Bislang erfolgte der Start mit den Schwergewichten. „Der Reiz ist die große Regatta und die internationale Beteiligung“, erläutert Durein. Die Gegner kenne er nicht. Eine Platzierung auszurechnen, sei unmöglich. Der 60-Jährige: „Für mich ist es einfach schön, zu sehen, wo ich stehe.“ Norbert Herbel und Gerhard Kayser starten im Doppel-Zweier. „Wir sind die Ältesten im Verein, die Regatta fahren“, sagte Kayser, der seit 52 Jahren rudert. Dreimal die Woche geht der 66-Jährige mit seinem 70-jährigen Partner aufs Wasser. Zwölf Kilometer spulen sie jedes Mal dabei ab. Die Bewegung an der frischen Luft gefällt Herbel „und zu sehen, ob wir schneller sind als andere“, ergänzt er schmunzelnd.