Speyer „Wir gewinnen 1:0“

Will gegen den 1. FC Kaiserslautern die Puppen tanzen lassen: Timo Enzenhofer.
Will gegen den 1. FC Kaiserslautern die Puppen tanzen lassen: Timo Enzenhofer.

Timo Enzenhofer spielt mit Verbandsligist FV Dudenhofen im Verbandspokal-Halbfinale gegen die Profis vom 1. FC Kaiserslautern. In dieser Begegnung wird der FCK-Fan in ihm ruhen. Im Gespräch mit Nico Henrich erzählt Enzenhofer über den Stellenwert der Partie und seine ersten Gedanken nach dem Los. Zudem gibt er einen Tipp ab.

Welcher ist Ihr Wunsch-Austragungsort für das FCK-Spiel?

Jeder im Verein wünscht sich ein echtes Heimspiel in Dudenhofen, aus mehreren Gesichtspunkten. Da wäre natürlich der Wirtschaftsbetrieb, der für den Verein immens wichtig ist. Aber auch sportlich hat man in den letzten Jahren, speziell im Pokal gesehen, was an der Iggelheimer Straße alles möglich war. Ist es für Sie persönlich das wichtigste Spiel Ihrer Laufbahn? In den beiden Finalspielen gegen den FK Pirmasens ging es direkt um den Einzug in den DFB-Pokal. Das ist jetzt gegen den FCK nicht der Fall. Deswegen bin ich da zwiegespalten, ob es das wichtigste Spiel meiner Laufbahn ist. Man kann aber sicher sagen, dass es noch mal ein Highlight-Spiel im Herbst meiner Laufbahn sein wird. Dann war da auch noch in der Jugend das U19-DFB-Pokal Finale in Berlin, das ich damals mit dem KSC verloren hatte. Dieses hatte ebenfalls einen hohen Stellenwert für mich. Wie kann der FVD gegen den FCK bestehen? Das Gute ist, dass der Druck definitiv nicht bei uns liegt. Wir können in diesem Spiel nur gewinnen. Das sieht beim FCK natürlich ganz anders aus. Für sie gibt es nur das Weiterkommen. Alles andere wäre eine Blamage. Wir sollten alle mit Spaß in das Spiel gehen, versuchen, mit viel Leidenschaft zu verteidigen, und wenn wir dabei lange die Null halten können, dann bin ich mir sicher, dass wir auch vorne zu unseren Chancen kommen werden. Sollten es am Ende nicht viele sein, könnte aber trotzdem eine reichen. Wie groß ist die Gefahr, dass der Fokus auf die Liga verloren geht? Die Gefahr sehe ich nicht. Denn da wird unser Trainerteam die passenden Worte finden. Jeder muss wissen, dass es in der Liga wieder um sehr viel geht. Man kann sich gegen keinen Gegner Nachlässigkeiten erlauben, weil man gegen jede Mannschaft in der Liga Punkte liegen lassen könnte. Was war Ihr erster Gedanke nach dem Los? Wer den Pokal holen will, muss jeden Gegner schlagen, wobei ich das Derby gegen Speyer bevorzugt hätte, da es ein Spiel auf Augenhöhe gewesen wäre, ebenfalls vor einer guten Kulisse. Wenn Sie Trainer beim FCK wären: Vor welchem FVD-Spieler würden Sie warnen? Unsere Stärke ist und war schon immer die Mannschaft. Wir wissen, zu was wir im Stande sind, wenn wir alle an einem Strang ziehen, und das müssen wir auch, um eine Chance zu haben, das Spiel zu gewinnen. Wieso sind Sie FCK-Fan? Mein Vater hat sich durchgesetzt. Seitdem ich denken kann, bin ich FCK-Fan, und daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn die erfolgreichen Tage schon ein wenig zurückliegen. Dann noch die Nähe nach Kaiserslautern, da konnte man als kleiner Junge mit wenig Aufwand Bundesliga-Spiele bei großartiger Kulisse verfolgen und mitfiebern. Wie erleben Sie die aktuelle Situation und den Trend der vergangenen Jahre? Es tut schon weh, wenn man sieht, wo der FCK mittlerweile gelandet ist. Es war ein schleichender Prozess über viele Jahre, bei dem Personen am Werk waren, bei denen die eigenen Interessen und nicht immer die des Vereins an erster Stelle standen. Man kann nur hoffen, dass der Trend schnellstens gestoppt wird, um nicht noch weiter nach unten durchgereicht zu werden. FVD gegen FCK im Halbfinale – wie geht’s aus? 1:0 für den FVD.

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