Speyer Wir über uns: Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben

Auch 2022 an manchen Tagen: verwaister Redaktionsraum.
Auch 2022 an manchen Tagen: verwaister Redaktionsraum.

Wie läuft es hinter den Kulissen der RHEINPFALZ? Darüber informieren Mitglieder der Lokalredaktion in dieser Kolumne. Heute: die Rückkehr ins Büro nach den Corona-Jahren – zumindest teilweise.

Von einem auf den anderen Tag war plötzlich alles anders. Ich erinnere mich noch gut an den März vor zwei Jahren, als die Corona-Pandemie nicht nur die Welt da draußen, sondern auch mein ganz persönliches Arbeitsleben durcheinander gewirbelt hat. Damals war ich noch Redakteurin in der RHEINPFALZ-Lokalredaktion in Frankenthal, wo wir uns im Team schnell darauf einigten, erst mal auf Nummer sicher zu gehen. Schließlich wusste damals noch niemand, was dieses Coronavirus eigentlich ist und vor allem: Wie gefährlich es sein würde.

Ich packte also meine Sachen – Blöcke, jede Menge RHEINPFALZ-Kulis, holte meine Tee-Sammlung, die ich immer mit dem Lokalsport-Kollegen gemeinsam genoss, aus der Schublade und verzog mich ins heimische Arbeitszimmer. Mehr als ein halbes Jahr würde ich dort am Stück verbringen. Damals wusste ich das noch nicht.

Schwieriger Start

Der Start im Homeoffice war schwierig. Die Technik lief zunächst nicht reibungslos, mein W-Lan-Empfang tat sich schwer an den dicken Sandsteinwänden in meiner Altbauwohnung. Also legte ich ein 25 Meter langes Kabel quer durch die Wohnung und fixierte es vorläufig mit weißem Klebeband an Wand und Dielenboden. Nach ein paar Wochen der Eingewöhnung wurde die Arbeit daheim aber zur liebgewonnenen Routine. Das System lief stabil, die Telefonverbindung zu den Kolleginnen und Kollegen stand, die Recherche klappte auch von zu Hause aus gut. Sogar die Mittagspause wurde wie gehabt durchgezogen.

Mehr als zwei Jahre später sieht der Arbeitsalltag wieder anders aus: Die Kolleginnen und Kollegen (jetzt aus Speyer) kommen vermehrt ins Büro zurück. Ein Stück weit ist es wie „vorher“, abgesehen davon, dass wir auf den Gängen und bei Terminen noch immer Maske tragen, um auf der sicheren Seite zu sein. Denn das merken wir jetzt auch: Wir haben wieder mehr Termine, vor allem in Präsenz. Die städtischen Gremien tagen wieder im Rathaus, Feste und Märkte finden statt. Wir treffen wieder mehr Menschen, kommen wieder mehr raus. Das ist schön, auch wenn im Hinterkopf immer Warnung ist, nicht übermütig zu werden. Bisher ist das Team ohne Corona durchgekommen, und so soll es auch bleiben.

Bleiben wird übrigens auch das weiße Klebeband bei mir zu Hause. Das Homeoffice steht noch und ist jederzeit sozusagen auf Abruf bereit, wenn es den (Arbeits-)Tag einfacher und flexibler macht.

Zur Person

Anne Lenhardt (31, erreichbar unter E-Mail anne.lenhardt@rheinpfalz.de) ist seit April 2021 Mitglied der Lokalredaktion Speyer und zusammen mit Patrick Seiler und Stefan Heimerl für die Berichterstattung in der Domstadt zuständig.

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