Römerberg Wie die Weiberbratenvereinigung ihr 320-jähriges Bestehen feiert

Mitglieder der Weiberbratenvereinigung beim Brezelfestumzug 2019.
Mitglieder der Weiberbratenvereinigung beim Brezelfestumzug 2019.

Die Weiberbratenvereinigung Berghausen ist historisch gewachsen. Inzwischen besteht sie seit 320 Jahren – und das soll gefeiert werden.

Als satzungsgemäß formulierter Vereinszweck ist über die Weiberbratenvereinigung zu lesen: „Sie sind ein Frauenverein, der das soziale Engagement und Brauchtum pflegt.“ So wird es auch im 320. Jahr des Bestehens sein. Der Geburtstag wird am Samstag, 9. Mai, mit einem Festakt und einem Ovationszug gefeiert. Geplant ist der traditionelle Umzug nach dem offiziellen Akt, der von den Frauen mit lauten „Juchhu“-Rufen begleitet werden wird. Beim Festakt soll sowohl an die Altvorderen gedacht als auch die Neuzeit beleuchtet werden. Der Zug startet um 13 Uhr und macht Halt an mehreren Stationen in Berghausen.

Verein sogar in Gedicht bedacht

Nach gutem Brauch wird der Weiberbratenvereinigung anlässlich eines Jubiläums stets ein Legat überreicht, das an die „Belohnung“ der Stadt Speyer an die Berghäuser Frauen im Jahr 1706 erinnern soll. Damals wurden sie mit Fleisch, als Braten zubereitet, bedacht. Heute erhalten sie Geldspenden, die vom Verein für hilfreiche Projekte genutzt werden.

Die Besonderheit der Weiberbratenvereinigung hat der in Speyer geborene Dichter Martin Greif in einem 1898 erschienenen Gedicht herausgestellt. Am Ende heißt es: „Die Berghauser Frauen, sie sterben nicht aus, drum halten sie fest an dem jährlichen Schmaus. Und zeigen, dass denen sie nachgeraten, die einst sich verdienten den Weiberbraten.“

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