Speyer
Waldseer Messdiener auf Segeltour mit Pfarrer und Kaplan
Leinen los und Segel hissen. Unter diesem Motto machten sich 45 Messdiener aus der Pfarrei Hl. Christophorus Waldsee in der letzten Ferienwoche auf den Weg in die Niederlande, um gemeinsam mit dem Dreimaster Radboud über das Ijsselmeer zu segeln. Begleitet wurden die Jugendlichen von Reiseleiter Kaplan Thomas Ott und Dekan Frank Aschenberger.
Während Skipper Otto das Segelschiff gekonnt über das Ijsselmeer manövrierte, brachte Maat Nico den jugendlichen Landratten die Grundkenntnisse des Segelns bei und trimmte mit ihnen zusammen die Segel. Bevor morgens losgesegelt werden konnte, mussten die Segel ausgepackt und gehisst werden. Je nach Wind fährt der Dreimaster mit bis zu sechs Segeln. Da das viel Arbeit bedeutet, mussten alle mit anpacken. Von ziemlicher Flaute bis steifer Briese haben die Jugendlichen alles kennengelernt. Ernsthaft seekrank wurde zum Glück keiner.
Lange Segeltage wurden häufig durch Badestopps unterbrochen, was den Messdienern großen Spaß bereitete, denn wo sonst hat man die Möglichkeit, einfach über die Reling ins Wasser zu springen oder sich von den Größeren über Bord werfen zu lassen. Die besonders Mutigen sprangen sogar vom Dach des Deckhauses. Im Wasser angekommen bildete sich meist eine Gruppe, die das Schiff schwimmend umrundete, während die anderen sich Wasserbälle zuwarfen. Wenn das Schiff an der Mole anlegte, wurde die eine oder andere Partie Beachvolleyball gespielt oder man ging auf ganz konventionelle Weise vom Strand aus baden.
Jeden Abend legte die Radboud an einem anderen Hafen an, dort wohin sie der Wind an dem Tag getrieben hatte. Wenn die Segel verpackt waren, gingen die Messdiener in Gruppen auf Erkundungstour und füllten die eigenen Vorräte im Supermarkt wieder auf. Als Smutje in der Kombüse bekochte Dekan Frank Aschenberger jeden Tag die gesamte Mannschaft. Zum Glück für die Messdiener ist ihr Dekan ein leidenschaftlicher Hobby-Koch. Die Jugendlichen waren begeistert und Aschenberger sagt rückblickend, dass er es das nächste Mal sicher gut überlegen wird, ob er wirklich 180 Frikadellen in einer winzigen Schiffsküche braten möchte.
Am Montagabend ankerte die Gruppe in Amsterdam, und wechselte kurz mal das Schiff. Auf einer Grachtenfahrt ging es vorbei an den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Burg Radboud in Medenblik, die den gleichen Namen trägt wie das Segelschiff. Doch für viele der Teilnehmer war das gemeinsame Segeln und besonders die Gemeinschaft das wichtigste an der Freizeit, berichteten die Messdiener.