Otterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Von Strauss bis Metallica: MVO spielt an zwei Abenden im Remigiushaus

Jahreskonzert des Musikvereins Otterstadt: Das Elementarorchester macht den Auftakt.
Jahreskonzert des Musikvereins Otterstadt: Das Elementarorchester macht den Auftakt.

Seinem Motto „Kontraste“ für das Jahreskonzert 2026 ist der Musikverein Otterstadt (MVO) im Remigiushaus gerecht geworden. Das Publikum war an beiden Tagen begeistert.

Der Verein hat aus Erfahrung gelernt, erstmals zwei Konzertabende angesetzt und damit die richtige Entscheidung gefällt: Das Remigiushaus war an beiden Tagen ausverkauft. Die Gäste bekamen klassische, rockige, berührende und temperamentvolle Musik präsentiert – von großen Komponisten, berühmten Bands, bekannten Singer-Songwritern und auch aus erfolgreichen Filmen.

Dirigentin Heike Schneider hat Elementar- und Generationenorchester fest im Griff. Tochter Lina moderiert und spielt im Generationenorchester das Horn, Sohn Marius ist als Solo-E-Gitarrist dabei. 1958 hat Schneiders Vater den Fanfarenzug Otterstadt gegründet, aus dem der MVO hervorgegangen ist. Seitdem ist viel passiert. Das Orchester hat sich entwickelt, 2013 ist das Elementar-Orchester hinzugekommen.

Kraftvoller Beginn

Groß und kraftvoll beginnen die Jüngsten mit der Eurovisions-Melodie und nehmen das Publikum mit auf eine Seereise zu den „Pirates of the Carribean“. Michael Jacksons „Thriller“ spielen 20 Instrumentalisten zum Abschluss, mit dem die Zuhörer die Nachwuchs-Talente aber nicht gehen lassen. Nach „Funky Town“ will der Beifall nicht enden.

Auch optisch sorgt der MVO für Kontraste im Remigiushaus: Schwarze und weiße Luftballons und entsprechende Papierblumen schmücken den Saal, in dem das Generationenorchester den Festmarsch von Johann Strauss mit Verzögerung anstimmt. Zunächst muss die Querflöte einer der mehr als 30 Instrumentalisten repariert werden. Gemeinsam gelingt es, den Schaden zu beseitigen. Wiener Charme zieht ein ins Remigiushaus: Die Rockversion von Johann Sebastian Bachs Toccata in D-Moll überzeugt Jung und Alt ebenso wie „The Second Walz“ von Dimitri Shostakovic, bei dem kein Bein im Saal ruhig bleibt.

Hinreißende Musikalität

Fürs Deep-Purple-Medley kommt die E-Gitarre zum Einsatz: Marius Schneider ist mit dem ganzem Körper dabei und strahlt bei jedem gelungenen Auftritt. Seine Spielfreude ist ansteckend, mitreißend, berührend, seine Musikalität hinreißend. Bei Metallicas „Nothing Else Matters“ geht das Herz auf. Mit Phil Collins geben sich Soli mit Saxofon und Trompete ein wunderschönes Stelldichein.

Das MVO-Jahreskonzert war ein Ausnahme-Ereignis für Jung und Alt auf der Bühne und davor, das mit jeder Menge „Berliner Luft“ nach zwei zauberhaften Stunden endete.

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