Speyer Von Kreuzung zu Kreuzung

„Wir kommen sehr gut voran.“ Angela Sachweh, Sprecherin für Entsorgungsbetriebe und Stadtwerke, hat auf Anfrage ein erstes positives Fazit der Bauarbeiten in der Armbruststraße und Johannesstraße gezogen. Vor rund zwei Wochen war Auftakt. Es geht um neue Fernwärme-, Kanal-, Gas- und Wasseranschlüsse sowie im Anschluss um die Umgestaltung der Fahrbahn.

Zunächst kommen Fernwärme- und neue Gasrohre in den historischen Boden. Vom Guido-Stifts-Platz kommend liegen die schwarzen Rohre für die Wärme bis zur Einmündung Stübergasse in der Grube. Zwischen Stüber- und Steinmetzergasse stellten vier Werksmitarbeiter und zwei Fremdfirmen derzeit Kanalhausanschlüsse her, sagt Sachweh. Im Anschluss an die Sparkassen-Zentrale ist für Verkehr vom Dom her kein Durchkommen mehr. Umleitungen sind ausgeschildert. Heute wird die Kanalbaustelle „hinter die Sparkasse springen“, so die Sprecherin. Weil Kanalanschlüsse nur Löcher vor dem jeweiligen Haus und keinen Komplett-Aufriss erforderten, könne der zulässige Verkehr im relativ breiten Bereich zwischen Pfaugasse und Sparkasse noch passieren. „Unsere Bauleiter legen besonderes Augenmerk auf die Kommunikation mit den Anliegern, um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten“, so Sachweh. Wie berichtet, wird innerhalb von zwei Jahren die ganze Achse vom Domplatz bis zum Guido-Stifts-Platz umgestaltet. Die Stadt rechnet allein für den Straßenbau mit Kosten von 2,1 Millionen Euro. Diese Arbeiten werden allerdings erst im September beginnen. „Es geht ja auch um die Bürgersteige, das erfordert Platz. Da dürfen keine anderen Arbeiten mehr im Gang sein“, erklärt Barbara Fresenius, Sprecherin der Stadtverwaltung. Im März 2016 soll die Achse fertig sein. Für mehr Aufenthaltsqualität und Verkehrsentlastung soll etwa ein verkehrsberuhigter Bereich zwischen Domplatz und Salzgasse sorgen. Weitere Änderungen bei der Verkehrsführung sind denkbar. „Wir müssen es in diesem Jahr bis zur Pfaugasse schaffen“, sagt Werke-Sprecherin Sachweh zum Zeitplan. Dort seien für das Finanzamt und für zwei Gewo-Häuser Fernwärmeanschlüsse zugesagt. Die Leitungserneuerungen sollen demnach Ende Mai bis zur Stübergasse abgeschlossen sein, im Juni bis zur Steinmetzergasse, Anfang August bis zur Mehlgasse sowie Ende September bis zur Pfaugasse. Die Kreuzung Pfaugasse werde dann bis Anfang November komplett fertiggestellt. Im nächsten Jahr kommt der Abschnitt zwischen Pfaugasse und Domhof an die Reihe. Das werde einiges an Flexibilität und Verständnis von den Anliegern erfordern, heißt es bei der Polizei: „Wenn an der Kreuzung Pfaugasse gearbeitet wird, wird es eng“, sagt Verkehrsexperte Jürgen Preek. Noch gebe es aber weder große Behinderungen noch Beschwerden. (pse)

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