Speyer Viele Arten für die letzte Ruhe
«Harthausen.» Die Verwaltung hatte vor dem angesetzten Termin gute Vorarbeit geleistet. Jedem Teilnehmer händigte der zuständige Beigeordnete Günter Gleixner (CDU) einen Übersichtsplan aus, auf dem die einzelnen Arten der Grabstätten eindeutig zuzuordnen waren. In dem gut einstündigen Rundgang beleuchtete Gleixner gleich neun unterschiedliche Möglichkeiten, wie die letzte Ruhestätte gestaltet werden kann. Hauptaugenmerk setzte der Beigeordnete dabei auf die Baumgräber und die Memoriam-Inseln. „Im Rat haben wir längere Zeit den Friedhof behandelt. Das ist ein Thema, das alle Parteien angeht“, betonte Gleixner. Der Beigeordnete, der dem Harthausener Areal eine hervorragende Pflege bescheinigte, wies auf das Hauptziel hin: Leerstände sollen optimal genutzt werden. Nicht zuletzt die Abwanderung vieler Bürger, die den Friedwald in Dudenhofen als Bestattungsort wählten, habe dazu geführt, dass nun auch in Harthausen Baumbestattungen angeboten werden. Gleich neben einer groß gewachsenen Kiefer vor der Trauerhalle sind laut Gleixner schmale Streifen zum Einrichten von 16 Grabstellen angelegt – ein sogenanntes Memoriam-Baumfeld. Ein Echtrasen-Baumgrabfeld dagegen, das zwölf Verstorbene aufnehmen kann, soll im hinteren Friedhofsbereich entstehen. Kombiniert wird dieses mit Urnenbestattungen in einer Memoriam-Insel für 16 Gräber. Auf Nachfrage bestätigte Gleixner, dass kleine Namensplatten an den Baumgräbern angebracht werden. Anders sieht es bei weiteren 14 Baumgräbern aus, die wenige Schritte entfernt – ebenfalls auf Echtrasen – entstehen. „Hier werden die Namen auf einer Stele vermerkt. Ein Pflanz- oder Blumenstein zur Ablage von Grabschmuck wird aufgestellt“, erklärte Gleixner. Als stark genutzte Fläche stellte er das Kunstrasenfeld vor. „Es sind keine freien Grabstellen mehr vorhanden. Daher mussten wir erweitern“, führte der Beigeordnete aus und wies auf die kostengünstige Pflege hin, da nicht gemäht werden muss. Im Herbst komme der Laubsauger zum Einsatz. Informativ war der Rundgang mit Gleixner für die Teilnehmer, die unter anderem noch erfuhren, dass der Gedenkstein für die Toten der Ostdeutschen Heimat zugunsten der Ausweitung des Erdbestattungsfelds am Friedhofseingang versetzt wurde. Auch wies der Beigeordnete auf die entstehenden zwei Urnengrabreihen vor dem Kunstrasenfeld hin. Nach der Pflege der Gräber im Memoriam-Garten gefragt ließ Gleixner wissen, dass die von den Hinterbliebenen gekauft werden könne. Aufgabe der Verwaltung sei es, für die Ausführung der Arbeiten zu sorgen. Die Resonanz an diesem Tag zeigte, dass das Thema nicht nur die kommunale Politik beschäftigt.