Speyer
VG Rheinauen: Bürgermeister spricht über bisher größte Herausforderung im Amt
In vielen Gemeinden im Speyerer Umland mussten sich die Bürger nach den Kommunalwahlen an neue Gesichter im Rathaus gewöhnen: Zahlreiche Bürgermeister sind neu im Amt. Die ersten Monate sind für sie mittlerweile vorbei. Zum Jahreswechsel hat ihnen Timo Leszinski ein paar Fragen gestellt. Heute: Patrick Fassott (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rheinauen.
Nach den ersten Monaten: Ist die Lust aufs Bürgermeisteramt noch so groß wie am ersten Tag?
Ja, auf jeden Fall. Zumal ich am ersten Tag sehr aufgeregt war. Ich spüre eine große Erfüllung.
Was war die erste Herausforderung im Amt, mit der Sie so nicht gerechnet haben?
Das war die Sitzung am 17.10.2019 in der Kulturhalle in Waldsee mit insgesamt fünf Gremien. Es wurde in einer nicht-öffentlichen Sitzung von den Ortsgemeinderäten Otterstadt und Waldsee (inklusive der Umweltausschüsse) und dem VG-Rat eine gemeinsame Stellungnahme bezüglich der Erdöl-Förderung in Otterstadt erarbeitet und beschlossen.
Gab es positive Überraschungen?
Ja, mich besuchen immer wieder ganz tolle Menschen. Das ist schon überraschend.
Wie viel von dem, was Sie sich vorgenommen haben, konnten Sie schon umsetzen?
Wir gehen die ersten Schritte beim Thema Klimaschutz und haben im Rahmen der Haushaltsberatung 20.000 Euro für ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Auch wurden Mittel für einen VG-Bürgerbus eingestellt. Zudem sind 40.000 Euro für ein Hochwasserschutzkonzept im Haushaltsplan 2020 enthalten. Das ist sehr positiv.
Hätten Sie rückblickend in den ersten Monaten etwas anders machen sollen?
Im Nachgang zu Gremiensitzungen reflektiere ich schon sehr selbstkritisch und bespreche mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen. In der Retroperspektive gibt es immer Optimierungsansätze. Es gilt: lebenslanges Lernen.
Was haben Sie sich fürs neue Jahr als Bürgermeister vorgenommen?
Für mich ist wichtig, dass im Rahmen unserer Gremiensitzungen die Themen auf demokratischer Basis sachlich fundiert immer im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger beraten und entschieden werden. Das will ich mit prägen. Und dazu beitragen, dass die Kolleginnen und Kollegen in unseren VG-Rathäusern gerne zur Arbeit gehen, um optimalen Service für die Menschen in unseren vier Ortsgemeinden zu bringen.