Speyer Verführerische Bilder

Mit 141 Kurz- und zehn Langfilmen aus 46 Ländern versprechen die „Independent Days“ von 18. bis 22. April Filmfreunden wieder spannende Festivaltage in Karlsruhe. Das Internationale Filmfestival unter Federführung des Filmboard Karlsruhe findet bereits zum 18. Mal statt.
In diesem Jahr gilt europäischen Filmproduktionen ein besonderes Augenmerk. Festivalleiter Oliver Langewitz: „Da wir uns dem europäischen Gedanken verpflichtet fühlen, wollen wir zeigen, auf welch hohem Niveau und mit oft sehr geringen Mitteln, dafür aber umso größerer Leidenschaft fürs Kino Filmemacher aus ganz Europa ihre Filme drehen.“ Wichtige inhaltliche Themen werden diesmal Beziehungsprobleme, sexuelle Transformationen, der deutliche Rechtsruck in der Gesellschaft und der Einfluss der Massenmedien sein. Das wird schon bei der Eröffnung (18. April, 17 Uhr, „Schauburg“, Marienstraße 16) deutlich, unter anderem mit dem deutschen Beitrag „Zu Hause in Deutschland – Die Leitkultur Weimar“ von Rebecca Stöhr oder dem belgischen Kurzfilm „Homeland“ von Sam Peeters. Weltpremiere feiert zudem der in nur zehn Tagen abgedrehten Spielfilm „Oskar“ von Thomas Schwedler, in dem unter anderem Jutta Speidel auftritt. Es geht in der bissigen Screwball-Komödie um ein ziemlich unmoralisches Angebot. Es gibt auch wieder eine Reihe von Preisen. Der beliebte Publikumswettbewerb um die von der Stadt Karlsruhe zu vergebende „Goldene ID 2018“ besteht diesmal aus sieben Kurzfilmen. Übergeben wird der Preis bei der Gala am Samstagabend. Mit dem Preis „Die kleine ID“ würdigt das Filmboard zudem einen Kurzfilm, der mit besonders kleinem Budget produziert wurde. Mit zwei Ausnahmen (beide im Kulturzentrum „Stadtmitte“, Baumeisterstraße 3) werden alle Filme in der „Schauburg“ gezeigt. Daneben werden noch mehrere Workshops angeboten, die auch für das Publikum gedacht sind. Bereits am 18. April, 15.30 Uhr, gibt es vor der „Opening Gala“ in der „Schauburg“ eine Podiumsdiskussion „Frauen in der Filmbranche“, bei der diskutiert werden soll, warum kreative Schlüsselpositionen an Filmsets vorrangig mit Männern besetzt werden. Und schließlich ist der Vortrag „Verführerische Bilder – Die Moderne und der Blick in die Zukunft“ von Sebastian Wehrstedt zu erwähnen (20. April, 12 Uhr), präsentiert vom Projekt „Zurück in die Arbeitswelten der Zukunft“, einer Kooperation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit der Universität Halle. Info —Zu den „Independent Days“ ist ein Programmheft erschienen, das bei vielen Kultureinrichtungen ausliegt. —www.independentdays.de