Fussball
Verbandspokal: FV Dudenhofen scheidet nach 2:3 gegen Wormatia Worms unglücklich aus
Der Pokal-Traum des FV Dudenhofen platzte im Achtelfinale. Der Sturmlauf des FVD nach dem 1:3-Pausenrückstand blieb unbelohnt, Wormatia zitterte den 3:2-Sieg vor 438 Zuschauern an der Iggelheimer Straße über die Ziellinie. „Wir schlagen uns wieder selbst“, klagt Florian Kober, der Sportliche Leiter des FVD, zur Pause. Wormatia führt nach 45 Minuten verdient mit 3:1 und ist auf Viertelfinal-Kurs. Nach vier Minuten die erste kalte Dusche für die „Hoffmänner“: Luca Henrich, Mittelmann der Dreier-Abwehrkette, schlägt an der Mittellinie am Ball vorbei, drei Wormser stürmen nach dem Luftloch auf das von Maxime Klein gehütete FVD-Tor zu, Laurenz Graf trifft eiskalt zum 1:0 für die Gäste. Dudenhofen reagiert mit entschlossenem Flügelspiel – rechts Lukas Metz, links Max Lichti – und kommt nach Marvin Klehrs Ecke durch einen Rückzieher des starken Tom Handrich in der 19. Minute zum verdienten Ausgleich. In der Folge ist Dudenhofen am Drücker, versucht überfallartig zum Erfolg zu kommen, vernachlässigt nun aber das Flügelspiel. Die Wormser verteidigen gut, lassen wenig zu, sind die gefährlichere Mannschaft und führen zur Pause 3:1. Für das 2:1 sorgt Marc-Michael Nauth mit einem perfekten Drehschuss (38.), das 3:1 erzielt Mert Özkaya per Foulelfmeter (42.). „Wir haben uns einen richtigen Fight geliefert“, sagt Wormatia-Coach Anouar Ddaou und feiert am Ende einen aus seiner Sicht „verdienten Sieg“.
Metz frisst Kilometer
Nach der Pause dominiert der FVD die Partie, lässt aber wie schon beim 0:1 im Oberliga-Punktspiel Chance um Chance aus. Worms hat nach der Pause nur noch eine Chance. Über die rechte Seite mit dem starken Kilometerfresser Lukas Metz entwickeln die Hausherren viel Druck, Felix Heimgärtner, der junge Joker, bringt Schwung. Die Wormser aber blocken viele Bälle. Pech, dass Julian Scharfenberger am Innenpfosten scheitert (63.), der unermüdliche Kapitän Marvin Sprengling den Pfosten trifft (81.). Aus dem Gewühl heraus gelingt dem stürmenden Verteidiger Yannis Albrecht, der sich eine Bestnote erarbeitet, vier Minuten vor Schluss das 2:3. Im Powerplay der Dudenhofener regnet es Ecken, herausragend serviert von Kunstschütze Marvin Klehr. Der Ball aber will nicht über die Torlinie, Tobias Edinger hält abermals sehr gut. „Vielleicht ist das Tor zehn Minuten zu spät gefallen“, hadert FVD-Coach Kevin Hoffmann: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben derzeit aber auch kein Spielglück.“ „Der Doppelschlag vor der Pause war entscheidend. Wir bekommen immer wieder zu einfache Tore. Es ist dann schwer, drei, vier Tore machen zu müssen, um zu gewinnen. Es ist extrem bitter, dass wir nach der starken Leistung verloren haben. Wir können aber stolz darauf sein und uns nun auf die Liga konzentrieren“, meint „Jule“ Scharfenberger. Der FVD hat nun ungewollt Pause, das Punktspiel bei Cosmos Koblenz wurde schon am Mittwoch wegen starker Regenfälle abgesagt. Was „Flo“ Kober stark verwundert: „Ist Koblenz in einem anderen Land?“