Fussball
Verbandsliga: TuS Mechtersheim sinnt auf Revanche gegen FC Bienwald Kandel
„Sie haben uns damals völlig auf dem falschen Fuß erwischt, waren aber eiskalt und haben mit drei Abschlüssen drei Treffer erzielt und am Ende dann auch völlig verdient gewonnen“, erinnert sich TuS-Trainer Nauwid Amiri an das 1:4 auswärts, aus dem er aber nicht ableitet, dass die Kandeler Spielanlage ein Problem für seine Elf darstellt. Stichwort: Angstgegner. „Nein, damit hat es nichts zu tun.“
Damals entriss Kandel dem TuS kurz die Tabellenführung. Inzwischen trennen die Konkurrenten 18 Punkte, auch der im Winter vom FC noch anvisierte zweite Platz ist heuer unerreichbar. „Sie haben auswärts geschwächelt“, weiß Amiri, der aber dennoch von einem richtig motivierten Gegner ausgeht, den das ehrgeizige Spielertrainergespann Yasin Özcelik (40 Jahre/20 Saisontreffer)/Christian Liginger (38/11) entsprechend einstellt.
Wooten gesperrt
Beide, als Fußballer inzwischen hochbetagt, bringen dennoch die Qualität mit, um als Schlüsselspieler Partien quasi im Alleingang zu entscheiden. Beim TuS fällt einzig der noch gesperrte Andrew Wooten aus. Beim FC steht unter anderem hinter Firat Alpsoy ein Fragezeichen. Den plagen laut Amiris Kenntnisstand Fersenprobleme. Im Sommer wechselt Alpsoy an die Kirschenallee.
So kommt auf Amiri wieder die Qual der Wahl in Sachen Aufstellung zu. „Ich hatte zuletzt erst am Spieltag eine Aufstellung im Kopf, aber die hat auch gepasst. Ein, zwei Änderungen sind aber auch jetzt wieder möglich“, sagt der TuS-Chefcoach mit Blick auf die Rückkehr des eigentlich gesetzten Stürmers Aleksandar Biedermann.
Berisha überzeugt
Ob er neben dem ähnlichen Spielertypen Leotrim Berisha aufläuft oder der Jungspund (20) für den 31-Jährigen das Feld räumt und Platz für einen quirligen zweiten Angreifer macht? Jedenfalls äußert sich Amiri voll des Lobes für Berisha, der ihn mit körperlicher Präsenz, guter Ballbehauptung und dem Herausholen von Freistößen überzeugt.
„Er ist für jeden Verteidiger ein ekliger Typ, auch im Spiel gegen den Ball arbeitet er sehr stark“, betont der Trainer, der neben der mangelnden Erfahrung ein weiteres Manko gegenüber Biedermann nennt: die Geschwindigkeit. Da sei der Ältere dem Jungen überlegen. Dennoch habe Berisha sich „aus dem Nichts in den Vordergrund“ gespielt: „Damit habe ich so nicht gerechnet“, so Amiri.
Randnotiz in Mechtersheim: Die Verpflichtung von Ralf Gimmy als Interimstrainer von Oberligist Arminia Ludwigshafen. „Es war kurz Thema bei uns. Ich bin schon überrascht, weil er ja nach unserem Abstieg im Sommer erklärte, nichts mehr machen zu wollen“, sagt Amiri, „aber er ist ja Rheingönheimer und die Arminia neben Mechtersheim sein Verein. Ich bin mir sicher, dass er die Klasse halten wird, weil der Kader dort besser ist als unserer vor einem Jahr“.