Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Unterschiedliche Vorzeichen bei Derby zwischen Walsdee und Dudenhofen/Schifferstadt

Stark am Kreis: Dudenhofens Niklas Böckly (links).
Stark am Kreis: Dudenhofens Niklas Böckly (links).

Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen nicht sein, wenn in der Handball-Pfalzliga am Sonntag die Männer der erst einmal erfolgreichen TG Waldsee die der HSG Dudenhofen/Schifferstadt empfangen. Die Gäste haben noch eine blütenweiße Weste. Los geht es um 18 Uhr in der Rheinauenhalle.

„Nach unserem klassischen Fehlstart und der bis dato mangelhaften Punktausbeute, liegt der Fokus auf einer guten Wintervorbereitung“, denkt TG-Trainer Benny Wingerter bereits voraus. Die abermalige Verjüngung seines Kaders fordere einfach Zeit, um besser zusammenwachsen zu können. Marcel Knittel fehlt weiterhin längerfristig wegen einer Knieblessur, Moritz Karl fällt noch bis Anfang Februar aus, Kai Knittel ist krank, Niklas Eckrich steckt in einem Auslandssemester. Eric Blohm und Elias Nowack sind angeschlagen. Dafür verstärkt fortan Björn Herrmann im rechten Rückraum den Kader.

„Unser einziges richtig schwaches Spiel war in Heiligenstein. Seitdem haben wir einen sehr guten Lauf und wollen dieses Jahr ungeschlagen bleiben. 16:0 Punkte müssen das Ziel sein“, stellt HSG-Übungsleiter David Oetzel fest. Ihm fehlt lediglich Konrad Worf wegen einer Sehnenverletzung im Finger, aber mit Niklas Böckly stehe eine echte Alternative auf der Kreisläuferposition zur Verfügung.

5-1 oder 3-2-1?

Für Wingerter ist die HSG klar in der Favoritenrolle. Insbesondere die hohe Dynamik und das Tempospiel stellt er heraus. Im Positionsspiel gegen den starken Rückraum will er maximalen Widerstand leisten und entweder in einer 5-1- oder 3-2-1-Formation verteidigen lassen. Letztere habe zuletzt immer besser funktioniert und erscheint ihm als probates Mittel, um den nötigen Zugriff auf die gegnerischen Akteure zu bekommen und das Tempospiel zu unterbinden. „Unser Ziel ist ganz klar, ohne Stress und Druck in dieses Spiel zu gehen und den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern“, lautet seine Vorgabe.

„Der Ausfall von Topscorer Marcel Knittel ist natürlich eine große Schwächung. So scheint ein wenig die Durchschlagskraft zu fehlen“, sagte Oetzel mit Blick auf den Gegner. In Jens Eckrich hat er einen erfahrenen und guten Lenker des Waldseer Spiels ausgemacht. Die offensive TG-Deckung wertet er als weitere Stärke. „Wir müssen eine aggressive Abwehr stellen, Ballverluste des Gegners provozieren und so in unser Tempospiel kommen“, hofft Oetzel, dass die erfolgreiche Taktik auch zum Tragen kommt.

Lauter Zusagen

Er informierte, dass die Kaderplanungen für die neue Saison bereits laufen und alle Spieler – bis auf die Langzeitverletzten – hätten fest für die Spielzeit 2022/23 zugesagt, vorausgesetzt der Spagat mit dem Studium funktioniere weiterhin.

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