Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Unfalltod von Eltern auf A61: Ermittler sprechen von „schicksalhaftem Verlauf“

Nicht mehr als Auto erkennbar: Der zerstörte Mercedes, in dem im Oktober 2023 die Eltern dreier Kinder starben.
Nicht mehr als Auto erkennbar: Der zerstörte Mercedes, in dem im Oktober 2023 die Eltern dreier Kinder starben.

Der Unfall, bei dem im Oktober 2023 die Eltern dreier Kinder auf der A61 bei Speyer ums Leben gekommen sind, war ein verhängnisvolles Unglück, an dem Dritte nicht beteiligt waren. Zu diesem Schluss ist die Staatsanwaltschaft Frankenthal im Zuge ihrer Ermittlungen gekommen. Das Verfahren sei eingestellt worden, „weil keine Hinweise auf ein im Zusammenhang mit dem Unfall stehendes Fremdverschulden festzustellen waren“, teilte Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz auf Anfrage mit.

Der Mercedes-SUV der fünfköpfigen Familie aus dem Rhein-Pfalz-Kreis war am späten Abend des 19. Oktober 2023 bei regnerischem Wetter zwischen der Rheinbrücke Speyer und dem Rastplatz Binsfeld in nördlicher Fahrtrichtung von der Fahrbahn abgekommen, hatte die Leitplanken durchbrochen und war mehrere Meter die Böschung hinabgestürzt. Der Mercedes wurde dabei fast völlig zerstört, der 45-jährige Vater und die 43-jährige Mutter starben. Die drei damals fünf, acht und zehn Jahre alten Kinder wurden leicht verletzt aus dem Fahrzeugwrack geborgen.

Zu hohes Tempo auf nasser Fahrbahn

„Nach dem Ergebnis der Ermittlungen und den ausgewerteten Gutachten handelte es sich bei dem Unfallgeschehen um einen tragischen und schicksalhaften Verlauf“, so Brehmeier-Metz. Die Unfallursache sei „bei einem bestehenden Aquaplaning auf die hohe – und der herrschenden Regennässe unangepasste – Geschwindigkeit“ des Mercedes GLE zurückzuführen. Zudem sei die Profiltiefe der Reifen „reduziert“ gewesen, was zum fatalen Geschehen beigetragen habe. Schon früh hatten die Ermittler vermutet, dass das widrige Wetter und womöglich überhöhte Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten.

Der tödliche Unfall, der drei Waisen hinterließ, hatte große Betroffenheit und eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Mit einer Spendenaktion sollten die Kinder, die mittlerweile nicht mehr in der Region und bei den Großeltern leben, unterstützt werden. Die Ermittler hatten darauf verzichtet, die Geschwister als Zeugen zu vernehmen, „um deren Retraumatisierung zu vermeiden“, wie Brehmeier-Metz erläuterte.

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