Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSV Speyer bietet mannschaftsübergreifendes Torwarttraining an

Schult Koordination und Reaktion: Torwarttrainer Dominik Limbach vom TSV Speyer in der Osthalle.
Schult Koordination und Reaktion: Torwarttrainer Dominik Limbach vom TSV Speyer in der Osthalle.

Der TSV Speyer bietet mannschaftsübergreifendes Torwarttraining an. Der Experte erklärt, worauf es ankommt. Warum Denis schon ein paar Stunden später profitiert.

Ein mannschaftsübergreifendes Torwarttraining hat seinen Nutzen bei den Kobras des TSV Speyer bewiesen. Für einige bedeutet es die Aufwärmphase für ein Match am Nachmittag. Denis Berst spielt Handball, seit er drei oder vier Jahre alt ist. Seine Familie brachte ihn dazu. In der A-Jugend tritt er mittlerweile an.

Seine Position als Schlussmann suchte sich der 17-Jährige selbst aus. „Ich hab mich schon ganz früh dafür entschieden, weil ich gemerkt habe, dass das Spaß macht“, erzählt Berst der RHEINPFALZ. Ja, herausfordernd sei die Rolle. Aber durch gutes und effektives Training sei Berst dafür gestärkt. Dazu zählt er die Sondereinheit am Samstag.

Berst erklärt Unterschied

„Im normalen Training werden eher die Spielzüge geübt und nicht speziell der Einsatz im Tor“, erklärt er den Unterschied. Coach Dominik Limbach, selbst ein geübter Keeper, bestätigt das. „Das mannschaftsübergreifende Training hat sich bewährt, weil man damit mehr erreichen kann“, sagt er. Limbach weiß das. Denn die Rückmeldungen der Verantwortlichen aus den einzelnen Teams gehen alle in die Richtung.

15 Mädchen und Jungs von der F- bis zur A-Jugend nahmen teil. „Wir haben Übungen, die für alle gleich sind und zusätzlich Spezielles, das altersabhängig angewendet wird“, äußerte sich Limbach zum Trainingsaufbau. Seine Tochter Margarethe eifert bereits mit neun Jahren ihrem Vater nach. Bei der E-Jugend steht sie oft im Tor, im Wechsel mit Alessia Junker.

Beispiel Junker

Diese ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie Torwart-Training fruchtet. Sie ist Stützpunkt-Schlussfrau. „Es ist schön, zu sehen, wenn sich solche Talente herauskristallisieren“, unterstreicht Limbach. Margarethe lernt von Alessia, wie sie selbst sagt. „Sie ist richtig gut“, lobt die Salierschülerin eine ihrer besten Freundinnen. Handball und vor allem das Gehäuse machen ihr Spaß, vor allem, weil es Arme und Beine anders als beim Fußball gleichsam fordert.

D-Jugend-Spieler Tobias Körnig (11) gefällt die Torwart-Rolle in der Mannschaft. „Auf dem Feld spielen viele. Im Tor steht man alleine“, beschreibt er den Reiz. Ein wenig nervös sei er zwar vor jedem Spiel gerade aus dem Grund. Anhaltendes Training mache das aber besser. Von der Sporteinheit am Samstag versprach sich Körnig eine generelle Verbesserung der Leistung.

„Im Jugendbereich ist es sehr beliebt, ins Tor zu gehen“, hebt Limbach hervor. Hier setzen die Betreuer an und begleiten die jungen Handballer auf dem Weg in die höheren Mannschaften. Koordination, Geschicklichkeit und Kraft sind die drei Bereiche, die ein guter Keeper seiner Aussage nach benötigt. Genau daran arbeiten alle beim Individualtraining – gut für Denis, der bestens vorbereitet in den Ernstfall am Nachmittag geht.

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