Meinung Traurig, wenn Freiwillige im Wahllokal fehlen
Es geht nicht darum, dem einzelnen Mitarbeiter seine Freizeit im Ausgleich für Wahldienst am sonst freien Sonntag zu missgönnen. Es geht erstens um die Kosten für die Stadt Speyer im hohen fünf-, möglicherweise diesmal sogar niedrigen sechsstelligen Bereich für einen Einsatz, der laut Wahlgesetz ehrenamtlich geleistet werden sollte. Gut, dass der Rechnungshof genau hinschaut. Es bleibt abzuwarten, ob die großzügige Speyerer Regelung künftig vielleicht Gesetzeskraft erlangt.
Zweitens geht es darum, dass es traurig ist, für eine staatsbürgerliche Pflicht nicht genügend Freiwillige zu finden. Freie Wahlen aus der Bevölkerung heraus und mit Hilfe der Bevölkerung abgewickelt sind wesentlich für die Demokratie. Es wäre ein gutes Zeichen, wenn es hierfür aus der Verwaltung und aus allen anderen gesellschaftlichen Bereichen mehr ehrenamtliche Helfer gäbe.
