Fussball
Torwartcamp mit Lars Kegler aus Speyer auf dem Gelände des ASV Harthausen
Manuel Neuer ist das große Vorbild von Til. Der Zwölfjährige ist eigentlich Feldspieler bei JFV Ganerb, möchte aber ins Tor. Den Schliff dafür holte sich Til am Wochenende beim ASV Harthausen. Nur wenig über dem Gefrierpunkt liegen die Temperaturen am Samstagmorgen. Den 24 Jungs auf dem Platz macht das nichts aus. Sie sind im Fußballfieber.
Gezieltes Training gibt es, um die Fertigkeiten als Torwart zu präzisieren. Als Campleiter weilt dafür Lars Kegler vor Ort. Er wiederum vertritt die Institution Goalkeeping mit Sitz in Österreich. „Seit 2006 gibt es Camps in Deutschland, Italien, Österreich und in der Schweiz“, sagt der Speyerer. Im dritten Jahr macht er mit und leitet in Harthausen bereits die elfte Maßnahme.
Kegler nicht allein
Drei Trainer unterstützen ihn. „Einer kommt aus Stuttgart“, lässt er wissen und beschreibt damit die Tragweite, die die Institution genießt. Die spiegelt sich auch bei den Teilnehmern wider. „Sie kommen aus einem Umkreis von 200 Kilometern“, erzählt Kegler. Til nimmt da eine kurze Anreise auf sich. „Ich finde es gut, dass mir alle dann vertrauen“, nennt er einen Grund für seinen Torwarttraum.
Gleichzeitig wünscht er sich als Ergebnis des Trainingscamps eines: „Mehr Selbstvertrauen.“ Jona (9) ist schon einen Schritt weiter. Er steht seit drei Jahren im Tor von Ganerb, suchte sich die Position bewusst aus. „Es macht Spaß, den Ball zu halten und mit der Mannschaft zu feiern, wenn man gewonnen hat“, führt er aus.
Fokus auf Basics
Vom Camp erhofft er, sich künftig weiter zu verbessern. Daran arbeitet Kegler mit seinen Trainerkollegen intensiv. Er weiß, wo die grundsätzliche Problematik liegt. „Mir fällt immer wieder auf, dass die jungen Torwarte die Ansprüche viel zu hoch ansetzen“, betont er. Statt auf die Basics Wert zu legen, wollen sie in höheren Regionen einsteigen.
Dabei sind die Grundlagen ausschlaggebend für den Erfolg, weiß Kegler. Das versucht er, dem Nachwuchs zu vermitteln. „Sie sollen sich nicht um Bälle Gedanken machen, um die es im ersten Schritt nicht ankommt“, stellt der Coach heraus. Sein Bestreben: „Alle sollen vom Camp etwas mit nach Hause nehmen und dort üben, üben, üben.“
Vor allem die Schrittfolgen und die Sicherheit im Bälle halten seien erforderlich. Nach zwei Tagen begreifen und verinnerlichen die Jungs das, legen das Fundament. Viel Konzentration, Einsatz und Schweiß kostet das alle – und Kegler die Stimme. Die gibt er gerne für die talentierten Keeper der Zukunft.