Neuhofen / Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Tiefengeothermie: Ortsbürgermeister antwortet auf offenen Brief der Bürgerinitiative

Auf dieser Fläche (im Hintergrund) zwischen Parkplatz und Schlicht-Badestrand ist eine Tiefengeothermie-Anlage zur Wärmegewinnun
Auf dieser Fläche (im Hintergrund) zwischen Parkplatz und Schlicht-Badestrand ist eine Tiefengeothermie-Anlage zur Wärmegewinnung aus bis zu 3500 Meter Tiefe geplant. Die Bohrziele liegen im Untergrund östlich der Schlicht auf Waldseer Gemarkung.

„Dieser Eindruck ist falsch!“: Neuhofens Ortschef Ralf Marohn möchte nicht im Raum stehen lassen, dass beim Tiefengeothermie-Projekt „Rhein-Pfalz“ Informationen fehlen.

Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) wehrt sich gegen die Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie (BI Neuhofen), die durch ihren offenen Brief mit vielen Fragen zum umstrittenen Tiefengeothermie-Projekt „Rhein-Pfalz“, den Eindruck erwecke, als gebe es mehrere „offene und ungeklärte Fragen“. Die BI hatte jüngst Antworten auf zahlreiche Fragen zur Tiefengeothermie gefordert – darunter zur erwarteten Wärmeleistung, zur Wirtschaftlichkeit sowie zu technischen und finanziellen Risiken der vom kommunalen Unternehmen Geopfalz westlich der Schlicht geplanten Anlage. Marohn antwortet der BI in einer E-Mail, die auch der RHEINPFALZ vorliegt: „Viele Ihrer Fragen wurden von den Projektverantwortlichen in den öffentlichen Veranstaltungen, den Ortsgemeinderatssitzungen, den Ausschusssitzungen, in der Einwohnerversammlung sowie in der Bürgerinformationsveranstaltung ausführlich erläutert und beantwortet.“ Darüber hinaus seien die Antworten zu den Fragen teilweise in drei veröffentlichten Konzepten enthalten, die in mehreren öffentlichen Sitzungen und Bürgerveranstaltungen seit 2021 vorgestellt und beraten worden seien. Der Ortsbürgermeister meint damit das Klimaschutzkonzept, das Quartierskonzept und die Kommunale Wärmeplanung, die die Verbandsgemeinde Rheinauen von einem Ingenieurbüro hat erstellen lassen.

Die Fragen zur Tiefengeothermie in Verbindung mit dem Wärmenetz Neuhofen werden laut Marohn nun zusätzlich im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht. Die Ortsgemeinde habe dazu einen Zuschussantrag gestellt, die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Studie nach einer Zuschussbewilligung im Herbst 2026 beauftragt werden kann. Die Ergebnisse werden für Sommer/Herbst 2027 erwartet. „In dieser Machbarkeitsstudie werden die genauen Kennzahlen (Wärmepreise, Anschlusskosten, Ausbauphasen et cetera) enthalten sein. Die Studie wird öffentlich vorgestellt und im Ortsgemeinderat beraten“, erläutert Marohn, der auch im Namen der von der BI angeschriebenen Fraktionen im Ortsgemeinderat spricht.

Der Ortsbürgermeister bedauert außerdem, dass die BI seine mehrmaligen Gesprächsangebote und konkreten Einladungen ins Rathaus Neuhofen bisher abgelehnt habe, „obwohl es offensichtlich in der BI Neuhofen größere Informationsdefizite und offene Fragen zum Tiefengeothermieprojekt ,Rhein-Pfalz’ gibt“.

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