Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Tiefengeothermie: Ein Vorhaben mit Sprengkraft

Ähnliches Projekt: Ein Großteil von Landau soll mit Fernwärme versorgt werden. Dafür soll über Geothermie-Kraftwerke Thermalwass
Ähnliches Projekt: Ein Großteil von Landau soll mit Fernwärme versorgt werden. Dafür soll über Geothermie-Kraftwerke Thermalwasser aus mehreren Tausend Metern Tiefe gefördert werden. Die Verlegung der Fernwärme-Rohre im Stadtgebiet hat bereits begonnen.

Der Wirbel rund um die Einladung an Jugendliche zu einer Informationsveranstaltung zur Tiefengeothermie zeigt, dass auch in Neuhofen die Emotionen hochkochen.

Tiefengeothermie und Straßenbahnanschluss: Das sind zwei Themen, die Neuhofen – wenn sie denn verwirklicht werden – noch lange beschäftigen werden. Daher ist der Ansatz richtig, auch jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Junge Menschen haben durchaus die Fähigkeit, sich selbstbestimmt, eigenverantwortlich und unabhängig eine Meinung zu bilden.

Das Grundproblem beim Thema Tiefengeothermie in Neuhofen ist allerdings, dass sich einige Menschen überfahren fühlen angesichts des Tempos, mit dem die Entscheidung für oder gegen Neuhofen als Bohrplatz-Standort fallen soll. Gleichzeitig fällt vielen eine objektive Bewertung schwer, ob die Wärme aus der Tiefe wirklich die Chancen bietet, die versprochen werden. Es zeigt sich somit wie in Waldsee: Ein Großprojekt, das Risiken birgt, kann ein Dorf, in dem zuvor zahlreiche Menschen sehr ruhig zusammengelebt haben, in Aufruhr versetzen und die scheinbare Idylle zerstören.

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