Speyer Sturmschäden: Wälder im Speyerer Umland noch bis nächste Woche gesperrt
300 bis 400 Festmeter Holz sind in den Wäldern bei Schifferstadt und Waldsee bei dem Sturm in der Nacht auf Sonntag gefallen, schätzt Simon Güntert vom Forstamt Pfälzer Rheinauen. Derzeit laufen die Aufräumarbeiten. Vor Ende nächster Woche rechnet er nicht damit, dass die betroffenen Waldstücke gefahrlos betreten werden können. Und auch Forstwirtschaftsmeister Andreas Hein appelliert an den gesunden Menschenverstand: „Es ist zu gefährlich. Man sollte seine Spazierwege verlagern.“ Denn noch sind Wege teils nicht freigeräumt und es droht weiterhin Astbruch. „Die Gefahr ist oft mit bloßem Auge nicht sichtbar“, sagt er. Das zeigt ein eindrückliches Beispiel: Zwei Stunden nachdem die Waldarbeiter dieser Tage einen Weg freigeräumt hatten, lag dort erneut ein abgebrochener Baum. Eine Gefahr, die vorher nicht sichtbar gewesen war, sagt Hein.
Schaden bei Iggelheim immens
Im Wald bei Iggelheim ist der Schaden laut Förster Jens Hornbach immens. Er schätzt, dass in dem etwa 120 Hektar großen Gebiet zwischen L 528 und Autobahn rund 2500 Festmeter Holz gefallen sind. Darunter rund 160 Jahre alte Kiefern und sogenannte Zukunftsbäume, die in späteren Jahren hätten den Hauptbestand des jeweiligen Gebiets bilden sollen. Der Förster muss sich nun Gedanken über die Nachfolger machen. Über Bäume, die dem Wald in 20 Jahren gut tun. „Das Waldbild wird sich ändern“, sagt er – und ist zuversichtlich: „Es wird etwas Neues entstehen.“