Speyer Stadt: Bebauung von „Wingertsgewann“ ausgeschlossen

Glücklich über Flächen in Speyer und Otterstadt: Landwirte bei einer Werbeaktion.
Glücklich über Flächen in Speyer und Otterstadt: Landwirte bei einer Werbeaktion.

In die Diskussion um die mögliche Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Wohn- und Gewerbezwecke hat sich jetzt auch die Stadtverwaltung eingeschaltet.

Mike Oehlmann, Kandidat der FDP für das Oberbürgermeisteramt, war von Landwirten öffentlich dafür kritisiert worden, dass er für eine von ihm geforderte Wohn- und Gewerbeoffensive einen „ehrlichen Abwägungsprozess“ auch unter Einbeziehung landwirtschaftlicher Flächen vorschlägt. In der Berichterstattung darüber war erwähnt worden, dass die Stadtpolitik 2021 von einer geplanten Bebauung der „Kurzen Wingertsgewann“ in Speyer-Nord abgerückt war und es eine entsprechende Initiative von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) gegeben hatte.

Die Stadtverwaltung betont nun in einer Stellungnahme dazu, dass es sich damals um eine von der Mehrheit der Stadtpolitik legitimierte Entscheidung gehandelt habe: „Am 28. Oktober 2021 hat der Stadtrat die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans 2020 mehrheitlich beschlossen. Ein Antrag, die Flächen im Bereich ,Kurze Wingertsgewann’ weiterhin als Entwicklungsoption im Flächennutzungsplan zu belassen, wurde ausdrücklich mehrheitlich abgelehnt. Damit wurde bewusst entschieden, diese landwirtschaftlichen Flächen nicht als künftige Bauflächen vorzusehen“, so eine Sprecherin. Die städtebauliche Entwicklung solle demnach vorrangig auf bereits genutzten beziehungsweise versiegelten Flächen sowie im Wege der Innenentwicklung und Nachverdichtung erfolgen. Zu diesem Prinzip hat sich im Zusammenhang mit seiner jetzigen Forderung auch Oehlmann bekannt.

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