Speyer
Speyerer Sanitätshaus in Insolvenz: Gute Chancen auf Fortbestand
„Alles läuft weiter wie bisher“, sagt Olaf Spiekermann. Der Mannheimer Rechtsanwalt ist vom Amtsgericht Ludwigshafen zum vorläufigen Insolvenzverwalter für das Sanitätshaus Provie mit Sitz in der Nachtweide 13 in Speyer bestellt worden. Das vom Antrag der Krankenkasse AOK betroffene Unternehmen hat einen zweiten Standort in der August-Keiler-Straße in Germersheim. Beide blieben erhalten, betont Spiekermann. „Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt und ist für die nächsten Monate gesichert. Wir hoffen, dass die Kunden Vertrauen zeigen.“
Das bis 2024 unter Reha Team Vorderpfalz firmierende Unternehmen steht unter Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Zoran Magin und hat 17 Mitarbeiter. Schwerpunkte sind Sanitätsfachhandel, Orthopädietechnik und die Vermittlung von Rehatechnik wie Rollatoren, Rollstühle oder Pflegebetten. Der Firmensitz in der Nachtweide wurde neu errichtet, nachdem die Stadt das Gewerbegebiet im Speyerer Osten freigegeben hatte. Er stehe noch am Anfang seiner Arbeit, suche aber gemeinsam mit Magin eine Zukunftslösung für das Unternehmen, so Spiekermann.
Eines kann der erfahrene Insolvenzverwalter schon beurteilen: „Es gibt positive Aussichten für den dauerhaften Erhalt und die Sanierung des Unternehmens.“ Die wirtschaftliche Schieflage gehe auf „betriebsinterne Gründe und missliche Umstände“ zurück, die für die Zukunft geändert werden könnten. Die Marktlage für Sanitätshäuser sei angesichts der demographischen Entwicklung grundsätzlich positiv.