Speyer
Speyer: Harley-Nikoläuse begeistert von Spendenbereitschaft für Kinderhospiz
Der Hype um die „Harley Davidson Riding Santas“ hat am Freitag in Speyer und Dudenhofen den neuen Höhepunkt erreicht. „Das ist der Wahnsinn, so viel war noch nie los“, so Organisator Patrick Kuntz (Knöringen). Die fünfte Auflage der Südpfalz-Rundfahrt mit 25 Nikoläusen auf Harleys diente dem Spendensammeln für das Dudenhofener Kinderhospiz Sterntaler.
Als sich kurz vor 16 Uhr am Altpörtel die Menschenmenge um die Gruppe schloss, als Handys gezückt wurden und „Merry Christmas“ angestimmt wurde, stand Kuntz noch unter dem Eindruck der vorherigen Station bei der Grundschule und Kita in Dudenhofen. 400 Leute seien dort zusammengekommen. „Die Kinder haben für uns gesungen, wir für sie, dann alle zusammen.“ Die Spenden seien geflossen: „Die haben uns überall die Dosen vollgedrückt.“ Es bestehen gute Chancen, die 25.000 Euro, der Rekordwert von 2018, zu übertreffen. Am Domplatz gab es am Abend ein Treffen mit den Sterntaler-Vertretern, bevor es über Schwegenheim nach Hause ging, wo die Summe ermittelt werden sollte.
Zweijähriger traut seinen Augen kaum
„Ich bin extra für den Termin hergekommen“, erzählte Susanne König, junge Mutter mit zwei Kindern unter den Schaulustigen am Altpörtel. Der zweijährige Mattis hatte zuerst gespendet und dann aus erhöhter Standposition auf seinem Buggy alles ganz genau beobachtet. „Das erste Nikolausfest, das er bewusst wahrnimmt“, so seine Mama. Und dann gleich 25 Belzenickel ...
Nicht nur die Zweiräder wurden bestaunt, sondern auch die zwei Trikes und zwei Piaggio Apes im Tross. 22 Männer und drei Frauen steuerten die Harleys. Das klare Wetter sei ein Erfolgsgarant gewesen, nachdem Glatteis am Morgen bei der Abfahrt in Kirrweiler überstanden war, so Kuntz. Für die Teilnahme gibt es eine Warteliste. „Viele haben sich extra seit Sommer den Bart stehen lassen“, sagte Kuntz. Auch er und Karl-Heinz Ebersoldt mussten sich keinen ankleben. Er sei mit gut 40 einer der jüngeren „Santas“, so Ebersoldt. „Die Harley hatte ich schon mit unter 40.“