Dudenhofen
Spargelfest: Ist höherer Zuschuss gerechtfertigt?
Das Ortskartell hatte eine Erhöhung des Zuschusses für das Spargelfest beantragt. Dieser hatte einst 2500 Euro betragen, war aber 2025 auf 7500 Euro erhöht worden. Das Ortskartell schlug gegenüber der Gemeinde nun vor, den Zuschuss nochmals – auf 10.000 Euro – anzuheben. Wie aus einer Aufstellung der Kosten hervorgeht, sind im vergangenen Jahr knapp 10.000 Euro an Ausgaben angefallen – unter anderem für die Live-Musik, Technik, Security und Gema. Dem gegenüber standen Einnahmen in ähnlicher Höhe. Vor allem der Gemeindezuschuss und die Standgebühr der beteiligten Vereine, aber auch einmalige Spenden halfen, die Kosten zu decken. „Es ist damit zu rechnen, dass im Jahr 2026 bei steigenden Ausgaben ein Defizit entstehen wird“, begründete das Ortskartell seinen Wunsch nach mehr Geld von der Gemeinde.
Um die Einnahmenseite zu erhöhen, seien die Standgebühren im vergangenen Jahr etwas erhöht worden, erklärte Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD). „Wir wollen die Vereine aber fördern, nicht stärker belasten“, begründete er, warum er eine weitere Erhöhung des Gemeinde-Zuschusses zur Diskussion stellte. Ziel sei, dass mehr Vereine sich am Spargelfest beteiligten. Die Höhe des Zuschusses fürs Spargelfest setzte er dabei auch in Relation zu dem Geld, dass für eine andere Veranstaltung ausgegeben wurde: „Nur zum Vergleich: Die Spargelspitzen sind, solange es sie gegeben hat, jährlich mit 25.000 Euro bezuschusst worden“, sagte Hook. Für Lars Hoffmann (FWG) war dies ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, denn bei der von Hook genannten Summe seien auch Bauhof-Arbeitsstunden enthalten.
Weitere Einnahmequellen suchen
Fabienne Körner (FWG) hätte sich wie auch Hoffmann eine Aufstellung der erwarteten Kosten für das diesjährige Spargelfest gewünscht – als Entscheidungsgrundlage und um Einsparpotenziale einschätzen zu können. Schließlich hätten im vergangenen Jahr die Einnahmen die Ausgaben sogar leicht überstiegen. Allerdings wurde im Rat auch erwähnt, dass beispielsweise die Kosten für die Live-Bands steigen. „Die Ortskartell-Kasse ist nicht so gut gefüllt, wie sie sein sollte“, warb Hook dafür, das Ortskartell nicht zu einer Kalkulation Spitz auf Knopf zu zwingen.
Körner regte eine Tombola oder den Verkauf von Buttons ähnlich wie bei manchen Fasnachtskampagnen an, um das Spargelfest zu mitzufinanzieren. „Wir sollten nichts unversucht lassen, die Kosten weiterhin zu senken“, sagte sie. Einen Gottesdienst beim Spargelfest, wie er bis vor wenigen Jahren stattfand, wäre für Jürgen Creutzmann (FDP) eine Möglichkeit zusätzliche Besucher anzulocken, die dann auch Geld beim Fest ausgeben. Laut Hook möchte die Kirche das allerdings nicht mehr machen.
Bei einer Enthaltung von Lars Hoffmann beschloss der Rat, den Zuschuss auf 10.000 Euro zu erhöhen.