Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Singender Konditor: Daniel Haslberger aus Waldsee veröffentlicht WM-Song

Ist in Speyer und dem Umland für seine Torten und Kuchen bekannt: Daniel Haslberger, der auch eine Leidenschaft für Musik und Fu
Ist in Speyer und dem Umland für seine Torten und Kuchen bekannt: Daniel Haslberger, der auch eine Leidenschaft für Musik und Fußball hat.

20 Jahre nach der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland hofft der Waldseer Konditor Daniel Haslberger wieder auf ein Sommermärchen: Er hat einen Song zur WM geschrieben.

„Hast Du geglaubt, es ist nicht wahr, die Zeit war einfach wunderbar, hol was zurück vom schönen Licht, auch wenn Du denkst Du siehst es nicht“: Mit diesen Zeilen beginnt Daniel Haslbergers Song, den er anlässlich der in dieser Woche beginnenden Fußball-WM komponiert und in einem Tonstudio in Köln aufgenommen hat. „Die Zeilen sind mir im letzten Jahr im Herbst durch den Kopf gegangen. Ich habe das Lied innerhalb von 30 Minuten geschrieben“, erzählt der Waldseer, der mit seinem Song vor allem Mut machen und den Menschen eine unbeschwerte Zeit schenken möchte – genau, wie damals, vor 20 Jahren bei der Fußball-WM im eigenen Land. „Angesichts der Weltlage bekommt man manchmal den Blues, wir sollten aber wieder Freude empfinden“, sagt Haslberger. Der 37-Jährige betreibt in Waldsee eine über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Konditorei und hat sich mit dem Song auch einen eigenen Traum erfüllt – fernab von der Backstube, seinen Tortenkreationen und Kuchen sowie den mit seiner Selbstständigkeit verbundenen Pflichten.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via YouTube.

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Der studierte Gymnasiallehrer, passionierte Musiker und Fußball-Fan erinnert sich gerne an das Fußballfest im Sommer 2006: zehntausende Menschen aus unterschiedlichen Nationen beim Public Viewing vereint, „die Welt zu Gast bei Freunden“, wie Franz Beckenbauer zu sagen pflegte, das Meer aus Deutschland-Fahnen, Auto-Korsos, die positive Grundstimmung und Leichtigkeit, die das Land mehrere Wochen beherrschten, der Stolz auf die vom zuvor für seine Reformen viel gescholtenen Bundestrainer Jürgen Klinsmann zusammengestellte Nationalmannschaft, die trotz der Niederlage im Halbfinale gegen Italien frenetisch gefeiert wurde und aus der acht Jahre später in Brasilien eine Weltmeistermannschaft wurde. „Es war eine blutjunge Leichtigkeit. Es war eine mega Toleranz da. Wir waren stolz auf unser Land“, erinnert sich Haslberger, der damals 16 Jahre alt war. Er wünscht sich, dass diese positive Grundstimmung wieder Einzug hält, dass junge Menschen, die 2006 noch nicht erlebt haben, diese Erfahrung auch machen können: „Deutschland war auf einem sehr guten Weg und ich glaube, dass wir auf diesen Weg zurückkehren können“, sagt Haslberger.

WM 2006: Ein Foto von damals, Deutschlandfahnen wurden selbstverständlich überall geschwenkt. Das Land war im Freudentaumel.
WM 2006: Ein Foto von damals, Deutschlandfahnen wurden selbstverständlich überall geschwenkt. Das Land war im Freudentaumel.

2006: Das Gefühl von Freiheit und Unbekümmertheit

In seinem WM-Song heißt es: „Du sitzt daheim und schaust Dir an, was in der Welt so passieren kann. Die Menschen schreien sich leise tot, Verbot, Verbot, nur Atemnot. Es war doch kurz so froh und frei, komm und kämpf die Zeit herbei.“ Der Waldseer Konditor und Musiker nimmt Bezug auf die angespannte Weltlage sowie gesellschaftlichen Verwerfungen und bedauert die fehlende Toleranz sowie den „Stellungskrieg zwischen Meinungen“, der durch Social Media verstärkt werde. Auch wenn er politisch interessiert ist, soll sein Lied kein politisches Statement sein, sondern zuallererst Spaß verbreiten. „Ich habe durch meinen Song wieder eine positive Stimmung gefühlt und hoffe, dass es anderen Menschen auch so geht“, sagt Haslberger.

Sein WM-Song erscheint am Freitag, 12. Juni, auf allen gängigen Streaming-Plattformen. Bei der Produktion und Vermarktung seines Songs und des dazugehörigen Videos hat der Waldseer prominente Unterstützung aus dem Musik-Business: Der als DJ Olde bekannte Jannis Schreiner aus Schifferstadt und die Musikagentur BYB, die unter anderem die Künstler ClockClock und Glockenbach managt, haben dem Waldseer geholfen. „Wir haben Daniel unterstützt, weil er ein positives Lebensgefühl vermitteln will und wir es toll finden, wenn jemand etwas macht, wofür er brennt“, sagt Schreiner.

„2006 war auch nicht alles rosig“, sagt Daniel Haslberger und wünscht sich, dass Menschen auch heute wieder Mut und Hoffnung hab
»2006 war auch nicht alles rosig«, sagt Daniel Haslberger und wünscht sich, dass Menschen auch heute wieder Mut und Hoffnung haben.
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