Speyer Schnakenbekämpfung aus der Luft: Helikopter am Rhein unterwegs

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Nachdem das Hochwasser des Rheins zurückgegangen ist, hat die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer mit der großflächigen Bekämpfung der Stechmücken aus der Luft begonnen. Wie Kabs-Sprecherin Xenia Augsten mitteilte, finden die ersten Helikopterflüge am Donnerstag statt. Zuerst wird der Hubschrauber demnach Flächen rund um die Kollerinsel bei Waldsee (Rhein-Pfalz-Kreis) und parallel die Schwetzinger Riedwiesen auf badischer Seite abfliegen.

Verteilt wird dabei Eisgranulat mit dem Wirkstoff BTI, der die Larven der Stechmücken abtöten soll. Laut Augsten wird sich der Helikopter dann in Richtung Süden bewegen und auf dem Weg nach Dettenheim (Kreis Karlsruhe) Brutflächen bei Speyer und rechtsrheinisch bei Altlußheim, Oberhausen-Rheinhausen und Philippsburg behandeln. Zuletzt würden Überflutungsflächen bei Au am Rhein sowie Rheinstetten südlich von Karlsruhe angeflogen.

„Sehr bald“, so Augsten, könnten Flüge in der Südpfalz folgen. Hier habe die Kabs Stechmückenlarven in ausgedehnten Flächen bei Berg (Pfalz), Neuburg am Rhein, Hagenbach und Wörth festgestellt. Auch bei Jockgrim, Leimersheim, Hördt und Germersheim (alles Kreis Germersheim) werde es notwendig sein, die Schnakenbrut aus der Luft zu bekämpfen.

Angesichts der ausgedehnten Überschwemmungsareale besonders in Rheinhessen habe die Kabs einen weiteren Piloten angefordert, um die tägliche Flugzeit der Helikopter verlängern zu können. Auch wurde ein weiterer Kühllaster ausgeliehen, um die Versorgung der Landeplätze mit Bti-Eisgranulat zu sichern. Dennoch sei offen, „ob alle Flächen rechtzeitig vor der Verpuppung der Larven erreicht werden können“.

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