Speyer Scharfenbergers Dreierpack
Der FV Dudenhofen springt zumindest für eine Nacht an die Spitze der Fußball-Verbandsliga-Südwest. Der 4:0 (1:0)-Erfolg über den Aufsteiger TSV Gau-Odernheim war nur in Hälfte eins ein zähes Ringen.
«Dudenhofen.»„Wir mussten Geduld haben. Aber wir haben uns heute zumindest für den Aufwand belohnt“, erklärte Christian Schultz, Trainer des FVD, nach dem Abpfiff. Und er erinnerte an die vergangenen Partien gegen Zeiskam, Speyer und Hauenstein, in denen seine Mannschaft einen sehr hohen Aufwand betrieben habe und gerade im Derby gegen den Nachbarn torlos geblieben sei. „Das haben wir heute besser gemacht, auch wenn das 1:0 erst kurz vor der Halbzeit fiel“, resümierte der FVD-Trainer weiter. Allerdings war es eine schöne Umschaltsituation, welche die Gastgeber schnörkellos über Tolga Barin zu Torjäger Julian Scharfenberger spielten, der zum 1:0 einschob (42.). „Das war auch ein psychologisch guter Zeitpunkt“, stellte Schultz später fest. Und so hatte der Übungsleiter in der Kabine trotz viel Leerlauf in den ersten 30 Minuten wenig zu meckern. Mehr Geduld habe er eingefordert, erzählte Schultz später. Und darauf hingewiesen, dass sich nun Räume öffnen würden, da Gau-Odernheim mehr für das Spiel tun müsse. Den Gefallen taten ihm die Gäste aber nur sehr zögerlich. „Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz“, stellte Schultz fest. Allein ein wenig mehr Präzision bei den Zuspielen in die Spitze und ein besseres Antizipieren von Umschaltaktionen hätte seiner Auswahl noch mehr Torchancen eröffnet. Aber gestern war es die Effizienz, die stimmte. Erst köpfte Kevin Hoffmann einen Freistoß Tolga Barins zum 2:0 ein (61.), dann schob Scharfenberger einen von TSV-Schlussmann Daniel Diel in die Mitte abgewehrten Ball zum 3:0 (63.) ein. Da fiel dem Torjäger der Spurt allein vom Tor vor dem 4:0 (67.) sichtlich leicht. Als Dank durfte der dreifache Torschütze nach 72 Minuten vom Feld, Tim Schaaf erhielt vom Trainer die ersten Verbandsliga-Minuten dieser Saison. Dass der Sieg auch in der Höhe in Ordnung ging, stritt auch Gästetrainer Christoph Hartmüller nicht ab. Zu brav lieferte seine Mannschaft die Punkte beim Gastgeber ab. Am Ende stand nur eine Doppelchance nach 22 Minuten auf dem Konto der Gäste. Dafür überzeugte der Gastgeber gestern mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hatte die Effizienz in Gestalt von Julian Scharfenberger in seinen Reihen. So spielten sie FV Dudenhofen: Johann - Bundenthal, Hoffmann, Schall, Thiede - Eppel, Enzenhofer - Scharfenberger (77. Koch), Barin (72. Himmighöfer), Schafhaupt - Paul Stock (72. Schaaf).