Speyer Russenweiher: Künftig kein Gewässer mehr für Sportfischerei
Im Russenweiher werden sich künftig weit weniger Fische tummeln. Nur noch mit „maximal 300 bis 400 Kilogramm an Fisch“ rechnet Siegfried Steinbrenner. „Der See wird kein Gewässer mehr sein für Sportangler“, sagte der Vorsitzende der Anglerfreunde Speyer auf Anfrage. Grund: Ein deutlich zu hoher Fischbesatz hatte dazu beigetragen, dass das Gewässer im Neuland vor gut einem Jahr „umkippte“. Seitdem habe sich der von den Anglerfreunden gepachtete Weiher deutlich erholt, hat Steinbrenner beobachtet. Die Temperatur des Seewassers sei zwar mit um die 22 Grad vergleichsweise warm, jedoch sei der Sauerstoffgehalt als gut zu beurteilen. Das hätten die regelmäßigen Messungen durch die Angler ergeben. Lassen es die Werte zu, würden im Frühling wieder Jungfische eingesetzt.
Steinbrenner führt die hohe Sauerstoffsättigung des Wasserkörpers auch auf die Hilfe der Feuerwehr zurück, die einmal wöchentlich die im See verankerten Lüfter reinige. Eine grundlegende Besserung verspricht sich der Angler-Chef von der Installation des Belüftungssystems „Drausy“ am Seegrund. Bis es soweit sei, werde es Spätherbst, weil zunächst der Bewuchs an Wasserpflanzen zurückgehen müsse. „Alles ist im grünen Bereich“, so Steinbrenner. Einziges Manko: Noch immer lägen Trümmer der abgestürzten betonierten Uferbefestigung im See. Diese sollten laut Stadt in diesem Jahr entfernt werden. Die Verwaltung will im Umweltausschuss am Mittwoch, 10. September, 17 Uhr, Stadtratssitzungssaal, über die Entwicklung des Russenweihers informieren.