Speyer RHEINPFALZ-Tour: Nicht alle waren zum ersten Mal bei der DRV

Genießen den Ausblick: die Teilnehmenden der RHEINPFALZ-Tour bei der Rentenversciherung in Speyer.
Genießen den Ausblick: die Teilnehmenden der RHEINPFALZ-Tour bei der Rentenversciherung in Speyer.

Hoch hinauf und weit zurück ist es am Samstag für 20 RHEINPFALZ-Leser gegangen. Exklusiv für sie hatte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) in Speyer ihre Türen geöffnet. Nicht alle waren zum ersten Mal da.

Für die meisten RHEINPFALZ-Leser ist die DRV die Landesversicherungsanstalt (LVA) geblieben. Viele haben hier jahrzehntelang gearbeitet, wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft. „Ich hatte sie 44 Jahre lang täglich vor Augen“, erzählt Anna Maria Jardot. So lange hat sie in der Nachbarschaft gearbeitet. Zum Jahresbeginn hat sie ihren Ruhestand angetreten. „Mir fehlt nichts.“ Die Erinnerung an den Ausblick auf die DRV habe sie mit in ihren dritten Lebensabschnitt genommen. „Heute ist der richtige Anlass, endlich einmal hineinzugehen“, sagt sie. Die Pandemie habe persönlichen Kontakt zum Rentenberater verhindert und auch sonst habe es keine Gelegenheit gegeben, „die Welt vom 13. Obergeschoss aus zu betrachten“.

In diesen Genuss kommen an diesem Samstagmorgen 20 RHEINPFALZ-Tour-Teilnehmer. Das Interesse an der Führung war groß. Nicht alle Anmeldungen konnten angenommen werden. Die, die es geschafft haben, sind nach zwei Stunden froh darüber: „Die LVA einmal von der umgekehrten Perspektive aus zu betrachten ist ein einmaliges Vergnügen“, sagt Birgit Tenspolde. An der Hand ihrer Großmutter habe sie bereits als Kind hinaufgeschaut auf das Gebäude, das alle überragt habe. „Da hinten wohnen wir.“ Walter Jardot zeigt auf ein Haus in Dudenhofen, das klar zu erkennen ist. Die weitere Umgebung bleibt im Trüben verborgen.

„Aktenboten sind ausgestorben“

Walter Hoinka von der DRV-Pressestelle führt durchs Haus und zur trotz leicht vernebelten Landschaft sensationellen Aussicht. Er verspricht den Teilnehmern einen weiteren Aufstieg mit Kamera an einem wolkenlosen Sommertag ihrer Wahl. „Anruf genügt.“

„Endlich geschafft“, strahlt Frauke Ogrowsky, als sie den West-Balkon erreicht. Als Werkstudentin hat sie „lustige Zeiten“ im DRV-Keller verbracht, erzählt sie. „Vieles hat sich verändert“, sagt Johannes Schäfer mit Blick vom Ost-Balkon über Speyer. Seinen DRV-Studenten-Job, den ihn in den 1990er-Jahren gut über die Semesterferien gebracht hat, gibt es längst nicht mehr. „Aktenboten sind ausgestorben.“ Auch den Beruf, den seine Oma in der Schreibstube verbracht hat, gibt es nicht mehr.

Den Funkturm fest im Blick

Wendelin Müller erinnert sich an die Wettrennen zum Aufzug, der DRV-Mitarbeiter vor dem Umzug ins Erdgeschoss zum Mittagessen gebracht hat. 46 Jahre lang war Müller unter ihnen, vor neun Jahren ist er vom Archiv in den Ruhestand gewechselt. Als sei er gestern zum letzten Mal hier gewesen, erkennt er auf der einen Seite das Neustadter Malzwerk, auf der anderen den Mannheimer Funkturm.

Dem Bau-Charme der 1960er-Jahre erliegen manche „Ehemalige“ auf dem Weg durch lange Gänge zurück in den Neubau. Sie schwelgen in Erinnerungen, die Hoinka zur Einstimmung auf die RHEINPFALZ-Tour mit einer Bildershow über die Geschichte der Rentenversicherung in Speyer eingeblendet hat. „Schön, dass RHEINPFALZ und DRV so etwas möglich machen“, bedankt sich Jörg Nethe für den eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen.

x