Speyer Querungsmöglichkeiten an allen Armen

Ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg zum Bau eines Verkehrskreisels in der Ortsmitte von Dudenhofen ist gemacht: Nach einem Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) zur vorliegenden Planungsvariante hat der Haupt- und Bauausschuss am Donnerstagabend die Festlegung einiger Ausführungsdetails beschlossen.
Beispiel Zebrastreifen in der Landauer Straße: Trotz „Bedenken“ des LBM empfahl die mit der Planung beauftragte Ingenieurgesellschaft Habermehl und Follmann (Mannheim) dem Ausschuss, den Fußgängerüberweg beizubehalten. In ihrem Hinweis auf gesetzliche Regelungen heißt es unter anderem: Grundsätzlich sind in allen Knotenpunktarmen Querungsmöglichkeiten vorzusehen. Dabei sei die Markierung ausreichend, eine beleuchtete Beschilderung über Kopf nicht erforderlich. Jürgen Creutzmann (FDP) wollte den vorgesehenen Zebrastreifen in der Landauer Straße – eine Gehwegseite soll verbreitert werden – nicht direkt am Kreisel, sondern „ein Stück weg“ einzeichnen. Marcus Mönig (CDU) entgegnete: „Schließt der Überweg nicht unmittelbar an, wird er nicht genutzt und die Leute queren die Straße irgendwo.“ Zudem rechneten abbiegende Autofahrer in größerem Abstand zum Kreisel nicht mehr mit einem Zebrastreifen. Für entbehrlich hält die Ingenieursgesellschaft eine vom LBM gewünschte Vorfahrts-Beschilderung auch auf der Kreisinsel. Die Schilder „Vorfahrt gewähren“ und „Kreisverkehr“ in allen einmündenden Straßen reichten. Südlich der Kreisfahrbahn (Tierarztpraxis) entfallen die öffentlichen Parkplätze. Die Ausfahrt von der Seniorenresidenz aus ist nur nach rechts möglich. Wer Richtung Rathaus will, muss dann den Umweg über die Raiffeisenstraße nehmen. Einige Daten zum „Mini-Kreisel“ am Knotenpunkt Neustadter, Speyerer, Landauer Straße, Konrad-Adenauer-Platz: Es soll eine elliptisch geführte Kreisbahn gebaut werden, auf einer Seite neun, auf der anderen acht Meter breit. Der Außendurchmesser des Kreisels beträgt 15 bis 20 Meter, zusätzlicher Platzbedarf entsteht nicht. Größere Fahrzeuge sollen die Mittelinsel überfahren können. Die Bushaltestelle wird integriert, die Fahrbahnteiler in der Neustadter und Speyerer Straße bleiben. Ob die Kosten, geschätzt 231.000 Euro (ohne Verlegung der Versorgungsleitungen), allein von der Ortsgemeinde zu zahlen sind, ist weiter offen. Bislang lehnt der LBM eine Beteiligung an der Finanzierung ab – mit der Begründung, dass es sich nicht um einen Gefahrenschwerpunkt handle. Creutzmann hofft auf einen Sinneswandel der Landesbehörde im Laufe des Verfahrens („ansonsten stimmt die FDP gegen den Kreiselbau“) und fragte eine Mitarbeiterin der Ingenieursgesellschaft nach „den Chancen“. Ihr „Eindruck“: Der LBM sehe den Kreisel letztlich positiv, das Land lasse die Ortsgemeinde nicht im Regen stehen. Heiligensteiner Weg: Beschlossen hat der Ausschuss den Ausbau des Wirtschaftswegs Heiligensteiner Weg westlich der K 27 auf einer Länge von 680 und einer Breite von 3,50 Metern. Von den Kosten (185.000 Euro) trägt das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Neustadt 70 Prozent. Straßenausbauprogramm: In der aktualisierten Liste des Straßenausbauprogramms 2018 sind die Amalienstraße, verlängerte Schillerstraße, Heidegartenstraße, Schubertstraße, Breslauer Straße, Friedrich-Ebert-Straße und Albrecht-Dürer-Straße aufgeführt. Erschließung: Zur Kenntnis nahm der Ausschuss die Erschließungsplanung für das Bebauungsplangebiet Carl-Zimmermann-Straße 18. Die Straße soll den Namen „Am Speyerbach“ bekommen.