Speyer Probleme jenseits der Maximilianstraße

Bessere Rahmenbedingungen wünschen sich zwei Geschäftsinhaber in der Heydenreichstraße. Unter anderem geht es um die Sauberkeit, Verkehrsregelung und Ausschilderung.

Eigentlich werde das 2013 eröffnete Geschenkartikelgeschäft „Annekes“ ja ganz gut angenommen, berichtet Maximilian Mester, Ehemann von Inhaberin Helge-Anneke Mester. Als zuletzt für rund ein Dreivierteljahr ein Kran die Heydenreichstraße zur Sackgasse gemacht habe, habe es jedoch einen Umsatzeinbruch um 50 bis 70 Prozent gegeben. „Das war existenzbedrohend.“ Inzwischen habe das Geschäft wieder angezogen, die Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen sei in der von der Maximilianstraße wegführenden Straße aber sehr deutlich. Dass die Stadt 2013 ihren Kehreinsatz beendet habe, mache sich etwa negativ bemerkbar, sagt Mester: „Manche Anlieger kehren gar nicht, das ist kein guter erster Eindruck von der Stadt für viele, die ihr Auto im Parkhaus Kaufhof abstellen.“ Zudem vermisst Mester eine bessere Beschilderung einerseits des Parkhauses vom Domplatz aus und andererseits der Geschäfte in der Straße von der Maximilianstraße aus. „Davon ist nicht nur die Postgalerie betroffen.“ Auch aus der Wormser Straße habe er schon derartige Klagen gehört. Bei der Straßenbeleuchtung erkennt Mester ebenso Verbesserungsbedarf wie bei der Parkregelung für Geschäftsbetreiber: Er dürfe vor dem Laden nicht mal be- und entladen. Oliver Dursch, Wirt der „Stampe“ am Kaufhof-Hintereingang, im Abschnitt der Heydenreichstraße jenseits der Kutschergasse, teilt viele von Mesters Kritikpunkten. Seine Hauptthemen sind die Beschilderung von der Maximilianstraße aus sowie die Verkehrsregelung: Bis fast zur Kutschergasse ist die Heydenreichstraße Fußgängerzone, was jedoch zu wenig beachtet und zu selten kontrolliert werde. Er habe teils den Eindruck, in diesem Bereich sei ganz normaler Verkehr zugelassen – so viele Autos und Lastwagen seien dort unterwegs. „Es sollte endlich eine gescheite Fußgängerzone daraus werden.“ „Man kann es nicht allen recht machen“, sagt Matthias Nowack, Pressesprecher der Stadtverwaltung, zu den Vorwürfen. Die Straßenreinigung sei 2013 gerade infolge von Protesten der Anlieger wegen der Kosten wieder abgeschafft worden. Die Initiative sei zwar von der Roßmarktstraße ausgegangen, habe aber auch Hauseigentümer der Heydenreichstraße umfasst (wir berichteten). „Die Anwohner sind nun selbst in der Kehrpflicht“, so der Sprecher. Bei der Beschilderung werde an Änderungen gearbeitet: Bei der Überarbeitung des Parkraumbewirtschaftungskonzepts 2016/17 solle die Erreichbarkeit des Parkhauses in der Heydenreichstraße einbezogen werden. Zudem solle „besser auf Einzelhandelslagen hingewiesen werden“. Dazu erstelle die Verwaltung ebenfalls ein Konzept. Ob die Heydenreichstraße einbezogen wird, sei noch offen. Nowack verweist darauf, dass Anlieger anderer Seitenstraßen der Maximilianstraße eigene Schildersysteme finanziert hätten. Jedoch seien auch diese „nicht optimal“. Den fließenden Verkehr in der Fußgängerzone überwacht die Polizei. „Darauf achten wir vor allem bei unseren Fußstreifen in der Maximilianstraße“, sagt Verkehrssachbearbeiter Jürgen Preek. Die Fußgängerzone in der Heydenreichstraße sei dabei bisher kein Problem-Schwerpunkt. (pse)

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