Speyer
Otterstadt: Kritik an geplantem Erdöl-Projekt „von verschiedenen Seiten“
Zum geplanten Erdöl-Projekt zwischen Otterstadt und Waldsee liegen dem Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) in Mainz Stellungnahmen aller Träger öffentlicher Belange vor. Das teilte die Behörde, die über das Vorhaben entscheidet, auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.
Laut Amtsleiter Georg Wieber wurden von verschiedenen Seiten kritische Äußerungen, insbesondere im Hinblick auf naturschutzfachliche Sachverhalte vorgetragen. Zu den Kritikpunkten wollte sich Wieber nicht weiter äußern. Er teilte lediglich mit, dass das Verfahren noch andauere, und eine Bewertung der Stellungnahmen erst bei der Begründung der Entscheidung über den für das Projekt erforderlichen Hauptbetriebsplan erfolge. Wann mit einer Entscheidung über den Hauptbetriebsplan gerechnet werden kann, konnte er nicht sagen.
Bohrplätze bereits in Speyer und Schwegenheim
Ein Konsortium aus den Unternehmen Neptune Energy und Palatina Geocon, das bereits in Speyer Erdöl fördert und im Dezember eine Test-Förderung in Schwegenheim gestartet hat, plant, auch gegenüber der Sandgrube an der Landesstraße 534 auf Otterstadter Gemarkung nach dem Rohstoff zu suchen.
Die Entscheidung über den Hauptbetriebsplan ist der nächste Schritt im Genehmigungsverfahren. Zu dem Hauptbetriebsplan, der das Projekt beschreibt, durften sich Träger öffentlicher Belange wie die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, die Kreisverwaltung und die Verbandsgemeindeverwaltung Rheinauen äußern.
Die Räte der Verbandsgemeinde Rheinauen sowie die Ortsgemeinden Otterstadt und Waldsee haben im Oktober eine gemeinsame Stellungnahme zu dem Projekt abgegeben. Sie sehen es wegen „einer fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung sowie befürchteter möglicher gesundheitlicher Gefährdungen durch die geplante Bohranlage“ kritisch.