Harthausen
Ortsbürgermeister-Neuwahl in Harthausen: CDU nominiert Günter Gleixner
Die Nominierungskonferenz und der Urnengang am Sonntag der Landtagswahl sind notwendig, weil der seit 2024 amtierende Bürgermeister Rainer Schaust aus gesundheitlichen und privaten Gründen sein Amt Ende April abgibt (wir berichteten). „Seine Ankündigung kurz vor Weihnachten war schon ein kleiner Schock für uns“, sagte der Vorsitzende des derzeit 40 Mitglieder zählenden CDU-Ortsverbands, Markus Unterländer, am Donnerstag im Historischen Tabakschuppen. Es hätten zahlreiche Gespräche mit potenziellen Bewerbern und Bewerberinnen geführt werden müssen, räumte er ein und verwies auf die schwierige Kandidatenkür vor der Kommunalwahl 2024. Umso mehr freue er sich, dass Gleixner „sehr bereitwillig Ja gesagt hat“, dankte er dem Kandidaten.
Erst nach Zustimmung der Familie
Er habe sich zur Kandidatur bereiterklärt, aber erst nach ausführlicher, offener Beratung und Zustimmung seiner Familie, betonte Gleixner. Der verheiratete Vater von zwei erwachsen Kindern und Opa von zwei Enkelkindern, gebürtig in Dudenhofen, wohnt bereits seit 44 Jahren im Tabakdorf. „Heiratsbedingt bin ich damals in die schönere Ortsgemeinde gezogen“, sagte er mit einem Augenzwinkern und erntete dafür viel Applaus. Auch dass seine Vorgänger im Bürgermeisteramt, Rainer Schaust und Harald Löffler, ihm Unterstützung zugesichert hätten, sei wichtig für den Schritt gewesen.
Seine Ziele seien die der Kommunalwahl 2024: Sicherstellung der Kinderbetreuung, Nachhaltigkeit und Ökologie, eine zukunftsfähige Infrastruktur, die Förderung der Vereine und der Dorfgemeinschaft sowie solide, generationengerechte Finanzen. „Unser Harthausen soll weiterhin eine liebens- und lebenswerte Gemeinde bleiben“, unterstrich Gleixner und fasste seinen Ansatz unter dem Motto zusammen: „Weil mer halt do dehäm sin“.
Schnell wurde deutlich, dass der 50 Jahre in der BASF tätige, gelernte Feinmechaniker und Maschinenbautechniker, der 2023 in Rente ging, ein „alter Hase“ im politischen Geschäft ist: 43 Jahre lang Mitglied im CDU-Ortsverband Harthausen und Inhaber zahlreicher Ämter: Los ging es als Kassier und Schatzmeister 2001. Gleixner saß 22 Jahren lang im Rat, unter anderem war er zehn Jahre lang Ortsbeigeordneter mit Geschäftsbereich, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands und Fraktionschef auf VG-Ebene. Seit 2024 ist er Beigeordneter in der Verbandsgemeinde.
Bewerbungsfrist endet am Montag
„Ich kenne die aktuellen Themen im Ort. Die Aufgabe Bürgermeister wäre im Fall einer Wahl dennoch anspruchsvoll“, sagte er gegenüber der RHEINPFALZ. Gleixner hatte sich ein überzeugendes Votum für seine Bewerbung gewünscht. Die Mitglieder erfüllten das zu 100 Prozent.
Am kommenden Montagabend, 18 Uhr, endet die Bewerbungsfrist. Am Donnerstagabend begann für die CDU Harthausen und den Kandidaten Gleixner der Wahlkampf. Unter anderem stehen am 28. Februar eine Frühlingsblumenaktion in der Gemeinde an. Am 8. März wagt die CDU eine Premiere: ein Dampfnudelfest für die ganze Familie im Tabakschuppen. „Das könnte der Nachfolger des Familienfestes werden“, sagte CDU-Chef Unterländer. Einen Hofflohmarkt organisiert die Partei erst wieder im Frühjahr 2027.