Speyer Olympia im Ratssaal

Das Internationale Pierre de Coubertin-Komitee (CIPC) hält heute seine Generalversammlung im Alten Ratssaal in Speyer ab. Oberbürgermeister Hansjörg Eger begrüßt die Gäste aus 23 Ländern und eröffnet die Tagung. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt.

Unter den Angemeldeten ragt besonders der Name des früheren französischen Sportministers und Silbermedaillengewinners im Eiskunstlauf von Innsbruck 1964, Alain Calami, hervor. Auch zwei Großneffen des Olympiagründers Coubertin, nämlich Antoine und Yvan de Navacelle de Coubertin, werden in der Domstadt erwartet. Dieser Generalversammlung des vom IOC offiziell anerkannten Komitees mit 180 Mitgliedern in 60 Ländern und allen Erdteilen kommt in Speyer besondere Bedeutung zu, da ein neuer Vorstand für vier Jahre gewählt wird. Seit zwölf Jahren steht der aus Speyer stammende und als Seniorprofessor an der TU Kaiserslautern lehrende Olympiaforscher Norbert Müller an der Spitze dieses Komitees. Er war in den 1960er Jahren auch ein bekannter Hochspringer beim TSV Speyer. Müller kandidiert für eine weitere Amtszeit. Der an allen rheinland-pfälzischen Gymnasien seit 2003 alljährlich ausgeschriebene Coubertin-Abiturpreis geht auf den Einsatz des Coubertin-Komitees unter Mithilfe des Landessportbunds Rheinland-Pfalz zurück. Insgesamt erwarten die Veranstalter heute Gäste aus 23 Ländern. Darunter sind laut Ankündigung Übersee-Vertreter aus Brasilien, Japan, Kongo-Brazzaville und den USA. Europa ist unter den Teilnehmerländern am stärksten vertreten. Neben den Vorstandswahlen und dem Prix Coubertin werden die Vertreter nationaler Coubertin-Komitees in Speyer ihre Aktivitäten vorstellen. Besonders gespannt ist das Komitee dabei auf Brasilien und dessen Vorbereitungen auf die Olympiade in Rio de Janeiro im Jahr 2016. (rhp)

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