Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: FV Dudenhofen unterliegt FV Diefflen 1:3

Deutliche Worte: Yannis Albrecht vom FV Dudenhofen (gelb in der Mitte) kommt gegen FV Diefflen nicht richtig zum Kopfball, Chanc
Deutliche Worte: Yannis Albrecht vom FV Dudenhofen (gelb in der Mitte) kommt gegen FV Diefflen nicht richtig zum Kopfball, Chance vertan.

Der FV Dudenhofen verliert ein ganz wichtiges Spiel. Doch Mannschaft und Trainer wissen, woran es liegt. Runterziehen lassen sie sich nicht. Die Moral stimmt.

Das Sechs-Punkte-Spiel gegen den FV 07 Diefflen geht verloren: 1:3 (0:1). „Riesen Aufwand, null Ertrag“, konstatiert Yannis Albrecht nach der Heimniederlage des FV Dudenhofen vor 225 Zuschauern gefrustet. Im Mannschaftskreis spricht Vereinschef Christian Schultz. Es ist eine Brandrede. Noch ist im Abstiegskampf nichts verloren. Es sind noch drei Spiele, drei Endspiele, um in der Oberliga zu bleiben. Schultz beschwört die DNA des Vereins!

„Wir holen das, wir bleiben drin!“ Die Zuversicht von Tim-Frederik Lange ist größer als seine Enttäuschung. Acht Monate fehlte er wegen seines Studiums in den USA, am Samstag kam er in der 73. Minute unmittelbar nach dem 0:2 durch Nico Theisinger und belebte seine Mannschaft. „Es war kein schlechtes Spiel von uns. In meinen Augen ist es eine unnötige Niederlage“, haderte der Antreiber mit dem 0:1 durch Fabian Scheffers Konter nach Dudenhofens sechster Ecke (45.+2). „Wir müssen in der Szene die Ordnung halten“, sagt Lange.

Reichling erfreut

René Reichling, Dudenhofens Trainer, ist dankbar, dass sich Lange eine Woche nach der Rückkehr aus den Staaten zur Verfügung stellte und voll rein haute. Das wird er auch nächsten Samstag (15.30 Uhr) in Idar-Oberstein tun. Der SC ist mit 31 Punkten Vorletzter, Dudenhofen hat einen Punkt mehr und ist Viertletzter. Der Platz reicht nur zum Ligaverbleib, wenn der Vize-Meister die Relegation gewinnt und aufsteigt.

„Wir haben noch drei Endspiele und haben es dabei selbst in der Hand“, sagt Yannis Albrecht mit Blick auf das Restprogramm mit den Spielen in Idar-Oberstein, daheim gegen Auersmacher und in Gau-Odernheim. Albrecht hatte in vorletzter Minute die große Chance zum 2:2, sein Kopfball aber verfehlte um Zentimeter das Ziel.

Eine Minute später machte Maximilian Kolodziej mit dem 3:1 alles klar für den Gast. „Es ist sehr bitter. Wir reißen uns Woche für Woche den Arsch auf, betreiben viel Aufwand und haben keinen Ertrag. Das dumme 0:1 saß dann tief in den Köpfen“, sagte Albrecht. Er setzt auf die Kraft des Kollektivs: „Der Teamgeist ist bei uns immer da!“

Hofer glücklich

„Wir waren der glückliche Sieger“, gestand Diefflen-Coach Thomas Hofer in Erinnerung an die drei Aluminiumtreffer der Gastgeber. Wer weiß wie die Partie gelaufen wäre, hätte nicht Marvin Sprengling nach 55 Sekunden die Latte getroffen. Aluminium stand auch Max Lichti in der 58. Minute im Weg, in der 67. Minute landete ein wuchtiger Kopfball von Luca Henrich an der Latte.

Mit einem Distanzschuss sorgte Nico Theisinger in der 72. Minute für das 2:0, Diefflens Chris-Peter Haase traf in der 77. Minute die Latte. In der 79. Minute verkürzte der eingewechselte Luca Schlee auf 1:2, Philipp Schilling hielt seine Farben mit zwei starken Paraden im Spiel. 15:3 Ecken verbuchten die Gastgeber, die kämpferisch alles gaben.

Scharfenberger ackert

„Ich will der Mannschaft nicht absprechen, dass sie wollte. Aber sie war einfach nicht reif genug, das Spiel zu ziehen. In den letzten drei Spielen müssen wir uns einfach ganz anderes dagegen stemmen“, sagte Dudenhofens Trainer René Reichling. Er hofft auch auf das Comeback von Linksverteidiger Sven Hoffmann, dessen Eigendynamik die Mannschaft beflügelt.

„In der letzten Konsequenz hat was gefehlt. Wir haben viel Ballbesitz und haben uns zu oft festgerannt, ähnlich wie bei der Niederlage gegen Cosmos Koblenz“, befand der unermüdlich schuftende, aber glücklose Mittelstürmer Julian Scharfenberger. Seine Moral aber ist ungebrochen. „Jetzt versuchen wir, was in Idar-Oberstein zu holen“, sagte der Torjäger.

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