Fußball Oberliga: Keeper Schilling hält FV Dudenhofen drei Zähler gegen Diefflen fest

Gemeinsam stark: Dudenhofens Siegtorschütze Jannik Styblo (links) und Teamkamerad Lirim Mustafa greifen gegen Diefflen an. Gleic
Gemeinsam stark: Dudenhofens Siegtorschütze Jannik Styblo (links) und Teamkamerad Lirim Mustafa greifen gegen Diefflen an. Gleich funkt Fabio Götzinger (links) dazwischen.

Der FV Dudenhofen schlägt mit aufopferungsvoller Abwehrleistung den FV Diefflen und vergrößert den Abstand zu den Abstiegsrängen auf drei Punkte.

Verantwortliche und Fans des Oberligisten FV Dudenhofen atmeten tief durch, als der Unparteiische vor 155 Zuschauern nach 93 Spielminuten die richtungsweisende Partie gegen den Saarlandvertreter FV Diefflen abpfiff und das Team nach kämpferisch starker Leistung und tollen Paraden von Torhüter Philipp Schilling mit 1:0 (1:0) die Oberhand behalten hatte.

„Wieder verloren. Für uns gibt es in Dudenhofen einfach nichts zu holen. Das Team spielte das Tor sehr gut heraus und gewann verdient, obwohl auch wir unsere Chancen hatten und mindestens ein Unentschieden möglich war“, stellte Diefflens Trainer Thomas Hofer fest.

Zwei Treffer wegen Abseits nicht anerkannt

Nach etwas zähem Beginn kam Dudenhofen durch Marvin Klehr zum ersten Abschluss, doch sein Schuss stellte den guten Gästetorhüter vor keine Probleme. Kapitän Marvin Sprengling ließ kurz darauf mit schnellem Antritt auf der linken Außenbahn einige Abwehrspieler stehen, zog nach innen und bediente mustergültig seinen Sturmkollegen Jannik Styblo, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und mit strammem Flachschuss das frühe 1:0 besorgte (9.).

Die Einheimischen nutzten die kurzzeitige Unsicherheit in der Gästedefensive zum vermeintlichen 2:0, doch der Unparteiische annullierte den Treffer wegen Abseits. Pech für die Gastgeber, dass der Referee einem weiteren Tor kurz vor der Pause, dieses Mal wegen zweifelhafter Abseitsposition, die Anerkennung versagte.

Vierer-Abwehrkette verdient sich dickes Lob

Bei ausgeglichenem Feldspiel blieben vor der Pause klare Einschussmöglichkeiten weitestgehend aus. Die Beste für die Gäste vergab Torjäger Fabian Poß, der in aussichtsreicher Position an dem toll aufgelegten Schilling scheiterte. In der Schlussphase der ersten Hälfte drängte Diefflen zwar auf den Ausgleich, doch die Abwehr um den souveränen Abwehrchef Simon Bundenthal ließ keine klare Torgelegenheit mehr zu.

„Bei Simon sind wir ja super Leistungen gewohnt, was aber unsere drei Jungfüchse Elias Burkert, Yannis Albrecht und Sven Hoffmann in der Vierer-Abwehrkette heute leisteten, war einfach sensationell“, lobte Kapitän Sprengling.

Dudenhofen fordert vergeblich Elfmeter

Im zweiten Abschnitt bot sich den Einheimischen die erste Torchance, als Styblo auf links die Abwehr überlief, im Strafraum umgerissen wurde, der erwartete Elfmeterpfiff aber ausblieb. „Das war doch ein klarer Strafstoß“ reklamierte Sportlicher Leiter Florian Kober.

In der Folge drängten die Gäste druckvoll auf den Ausgleich, erspielten sich sehr gute Möglichkeiten, fanden ihren Meister aber immer wieder in Dudenhofens Torhüter. Was sie auch versuchten, Kopfbälle aus kurzer Distanz, Nach- und Fernschüsse, Schilling hielt einfach alles. Trainer Kevin Hoffmann lobte dessen Leistung: „Neben einer fantastischen Abwehr hat uns Philipp die so wichtigen drei Punkte gerettet. Nach drei sieglosen Spielen wusste die Mannschaft, um was es geht. Vor allem die Null hat mich gefreut.“

Kapitän Sprengling fehlen noch ein paar Körner

Die Gelb-Schwarzen setzten zwar immer wieder Nadelstiche, die bei nachlassender Kraft aber zu unpräzise ausfielen und nichts einbrachten. Sprengling, der erst vor vier Wochen ins Training einstieg, sieht sich noch nicht bei hundert Prozent: „Einige Körner fehlen noch. Am Ende wurde es ziemlich eng. Unser Anspruch beruht darauf, über 90 Minuten Oberliga-Fußball zu zeigen. Wenn ich in meiner augenblicklichen Verfassung der Mannschaft helfen kann, bin ich schon glücklich.“

Auch Bundenthal freute sich riesig über den Dreier und die Null gegen angriffsstarke Gäste: „Wir sind super glücklich, dass wir dieses Mal einen Vorsprung und unsere Leistung über die Zeit gebracht haben, nachdem uns dies in den letzten Spielen nicht ganz gelungen ist. Dass du gegen derart hochkarätige Angreifer nicht alles verteidigen kannst, ist klar. Aber Philipp hat uns mit seinen grandiosen Paraden den Dreier gerettet.“

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