Fußball
Oberliga: Jannik Styblo vom FV Dudenhofen kämpft sich zurück
Jannik Styblo kennt das schon. Der Mittelfeldspieler des FV Dudenhofen, ein Typ mit Turbo-Qualitäten, ist mal wieder auf dem Weg zurück zum Comeback. Es ist ein langer Weg für den 28-Jährigen, der letztmals im November 2024 Fußball spielte. In der neuen Saison will er wieder auf dem Rasen stehen.
Der 25. August 2025 – ein Datum, ein Abend, den Styblo nicht vergessen wird. Nach einem überwundenen Knorpelschaden, einem auskuriertem Kreuzbandriss, am 3. November 2024 beim 2:1-Sieg des FV Dudenhofen in Baumholder erlitten, wollte der Mittelfeldmann just an jenem Sommerabend sein Comeback feiern. Der Rahmen stimmte: Derby beim FC Arminia Ludwigshafen am Hohen Weg, dort wo Styblo von 2016 bis 2019 zuhause war. Beim Warmlaufen ist es passiert. Die Diagnose niederschmetternd: Achillessehnenriss. Nach 119 Oberliga-Spielen mit 20 Toren für Arminia, TuS Mechtersheim und den FVD, droht das Karriereende. „Mein letztes Spiel war im November 2024 in Baumholder. So wollte ich meine Karriere nicht beenden“, unterstreicht Styblo. Die innere Stimme, der Rückhalt und der Zuspruch im Verein, der Wille und die Überzeugung, es noch mal zu schaffen, motivierten für den nächsten Anlauf.
Der Härtetest im Ski-Urlaub
Letzte Woche kam Styblo gut gelaunt vom Skiurlaub mit seiner Freundin und deren Bruder aus Sölden zurück. „Das war wichtig für den Kopf, das war mein erster Härtetest. Ich habe keine Probleme, keine Schmerzen. Die Achillessehne hält“, gab der Fußballer aus Leidenschaft zu Protokoll. Dreimal wöchentlich trainiert er, arbeitet er derzeit in der Dudenhofener „Gesundheitswerkstatt“ für die Rückkehr auf den Fußballplatz. „Der nächste Schritt wird sein, ein paar Runden zu laufen“, skizziert Styblo, der möglichst noch in der laufenden Saison im Training mit dem Ball arbeiten möchte. „In der neuen Saison möchte ich der Mannschaft dann wieder helfen“, sagt Styblo.
Den Master-Studiengang Supply Chain Management hat er erfolgreich abgeschlossen, was ihn dazu qualifiziert, internationale Lieferketten resilient, nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten. Der Arbeitsplatz bei der Ludwigshafener Niederlassung des Pharmakonzerns Abbvie stimmt ihn mehr als zufrieden.
FVD-Familie gibt Rückhalt
„Wir glauben genauso fest wie Jannik an ein Comeback von ihm auf dem Platz. Nachdem er schon kurz vor der Rückkehr stand, verletzte er sich erneut schwer. Wir sind uns sicher, dass er uns weiterhilft, wenn er fit ist und freuen uns, dass er bei uns bleibt“, erklärte FVD-Sportdirektor Nico Henrich im Dezember 2025 nach der Vertragsverlängerung bis 30. Juni 2027. „Vereine verlängern ja oft aus Mitleid Verträge mit verletzten Spielern. Ich habe aber hier in Dudenhofen immer das Vertrauen gespürt, die Unterstützung. Aus den Gesprächen mit Nico, Florian Kober, Christian Schultz und mit Ralf Schmitt weiß ich, dass sie dran glauben, dass ich der Mannschaft wieder helfen kann. Das finde ich super“, betont Styblo. Speziell der Austausch mit Ralf Schmitt, der in der neuen Saison als Cheftrainer kommt, tat gut. „Ich hatte schon in Mechtersheim eine gute Zusammenarbeit mit Ralf“, sagt Styblo. Den jungen Trainer René Reichling schätzt Styblo sehr: „René hat eine super Ansprache, selten mit einem Ähm. Er gibt der Mannschaft viel, viel Input!“
Jannik Styblo sehnt sich nach dem „Feeling“, wieder mit den Jungs zu trainieren, wieder mit auf dem Platz zu stehen, wieder zu spielen. Jannik Styblo schaut beim Training vorbei, fiebert bei den Spielen mit (nächste Möglichkeit am Samstag, 15.30 Uhr, zuhause gegen FV Eppelborn), zu den Auswärtsspielen fährt er mit. Dabei, aber noch nicht wieder mittendrin. Die Zeit heilt Wunden.